Neue Elektroinstallationen

Zu wenig Steckdosen, verschlissene Leitungen, kaputte Schalter. Die Elektrik in einem alten Haus ist nicht nur eine Zumutung für den Alltag, sondern vielfach auch einfach gefährlich. Wie Sie richtig sanieren, erfahren Sie hier.

Während Sie Elektrogeräte wie den Durchlauferhitzer oder Elektroheizungen spätestens nach 20 Jahren erneuern sollten, gilt für Elektroleitungen eine Lebensdauer von maximal 40 Jahren. Spätestens dann wird nämlich der Kunststoffmantel brüchig und die Gefahr für Kabelbrände, Kurzschlüsse oder Stromschläge steigt.

Überprüfen Sie aber nicht nur das Alter der Leitungen, auch die Verlegeweise kann zum Problem werden. Anders als heute mussten sich die Elektriker früher nämlich beim Verlegen an keine verbindliche Regeln und Normen halten. Während heute die elektrischen Leitungen von Lichtschaltern und Steckdosen immer lotrecht nach oben und unten verlegt werden und sämtliche waagrecht ausgerichtete Kabel genau 30 Zentimeter von Decke und Boden entfernt sind, können Sie sich in einem Altbau nicht darauf verlassen, dass diese Regeln eingehalten wurden.

Komplette Neuverlegung

Sie müssen bzw. möchten die elektrischen Leitungen in Ihrem Haus also komplett neu verlegen? Dann gibt es einiges zu beachten: Um den Eingriff in die Bausubstanz möglichst gering zu halten, müssen die neuen Leitungen genau geplant werden. Sie können mit Unterputz- oder Aufputz-Installationen arbeiten. Für erstere müssen zunächst mittels Hammer und Meißel Schlitze in die Wand gemacht werden, in denen dann die Kunststoffrohre verlegt werden. Durch diese ziehen Sie dann die Mantelleitungen. Fixiert wird mit so genannten Hakennägeln in einem Abstand von 40 cm in der Horizontalen und 50 cm in der Vertikalen.

Bei der Aufputz-Variante werden die Leitungen sichtbar auf der Wand oder Decke verlegt und mit Schellen befestigt. Was die vorgeschriebenen Abstände anbelangt, halten Sie sich an folgende Regeln: Die Leitung, die aus der Steckdose, einem Schalter oder einem Gerät kommt, muss nach mindestens zehn Zentimetern mit einer Schelle befestigt werden. Generell darf der Abstand zwischen den Schellen horizontal nicht mehr als 25 cm betragen und vertikal nicht mehr als 40 cm. Die Aufputz-Installation ist einfacher und rascher zu bewerkstelligen, eignet sich aber natürlich nur eingeschränkt für den Wohnraum. Auf dem Dachboden, im Keller, in Garagen oder Werkstätten ist sie aber sicherlich Mittel der Wahl.


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Datum: 09.02.2016

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