Holz ölen

Das Einlassen mit pflegenden Ölen bildet keine Schicht und lässt das Material natürlich offenporig. Eine sehr natürliche Maßnahme, um Möbeln wie Böden neuen Pepp zu verleihen. Auf die Sättigung kommt es an.

Eine weitere uralte Methode der Oberflächenbehandlung ist das Ölen. Hierbei wird das Holz an der Oberfläche mit Öl getränkt, welches aber keine Schicht bildet und das Material natürlich offenporig lässt. Nach dem Trocknen verbleibt es zähelastisch im Holz. Ebenso wie Wachs fühlt es sich gut an, erhält die Schönheit der Maserung und ist obendrein noch ökologisch unbedenklich. Es kann von Möbeln über Gebrauchsgegenstände und Dekorationen bis hin zum Fußboden angewendet werden.

Einlassen mit Öl

Nach den bereits beschriebenen Schleifvorgängen in diesem Fall mit Körnung 100 bis 240, wird das Öl (vorwiegend Leinöl, aber auch jedes andere, das aushärtet und trocknet) mit einem Pinsel oder Stoffballen satt aufgetragen, bis die Oberfläche vollständig bedeckt ist. Nach etwa dreißig Minuten Einwirkzeit wird das überschüssige Öl auf jene Flächen verteilt, die bereits trocken sind, oder gleich eine nächste Schicht aufgetragen. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis die Oberfläche vollständig gesättigt ist. Danach mit einem Tuch abwischen und trocknen lassen. Der Trocknungsvorgang kann unter Umständen bis zu zehn Tage dauern.

Obwohl jede der hier beschriebenen Arbeitstechniken für den Heimwerker machbar ist, bleibt es letztlich eine Geschmacksfrage, welche davon für Sie zur Anwendung kommen soll. Manches ergibt sich schon aus dem zu erwartenden Arbeits- und Zeitaufwand, anderes wieder aus den räumlichen Gegebenheiten. Ein Gespräch mit Fachleuten kann zur Entscheidungsfindung durchaus hilfreich sein.


AutorIn: (16.01.2017), ursprüngl. (14.03.2013)


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