Schöne Schichten durch Lasieren

Als Lasur wird eine transparente oder halb transparente Beschichtung auf Holz aus lichtdurchlässigen Anstrichmitteln bezeichnet. Die Lasur bietet einen Feuchte- und Schmutzschutz für Naturhölzer, hält die Poren offen und die Maserung sichtbar.

Das Wort Lasur kommt aus dem lateinischen „lasurium“ für Blaustein oder Lapislazuli. Als Lasur wird eine transparente oder halb transparente Beschichtung auf Holz aus lichtdurchlässigen Anstrichmitteln bezeichnet, sie ähnelt optisch einem Klarlack, der aber die Holzporen verschließt. Die Lasur bietet einen Feuchte- und Schmutzschutz für Naturhölzer, hält die Poren offen und die Maserung sichtbar, kann aber im Gegensatz zum Beizen nicht strukturieren.

Dünn- oder Dickschichtlasuren

Dünnschichtlasuren haben eine wasserähnliche Konsistenz und dringen daher auch tief ins Holz ein. Im Außenbereich jedoch verwittert diese durch Nässe und Sonneneinstrahlung und benötigt danach weitere Anstriche. Im Innenbereich werden nur die eher selten angebotenen lösemittelfreien Lasuren verwendet.

Dickschichtlasuren sind nicht atmungsaktiv und weisen eine lackähnliche Konsistenz auf, die die Holzoberfläche transparent verschließen und im Innen- wie auch Außenbereich Verwendung finden. Die Dickschichtlasur bleibt an der Oberfläche, beginnt aber im Außenbereich beim Verwittern abzublättern, was einen aufwendigen Neuanstrich erfordert, da der Altanstrich vorher komplett entfernt werden muss. Deshalb wird Dickschichtlasur vorwiegend aufgrund des dekorativen Effekts im Innenbereich bei Möbeln, Verkleidungen oder Vertäfelungen verwendet. Dünnschichtlasuren können mit einer Dickschichtlasur überzogen werden, umgekehrt hätte das eher den Effekt von Klarlack.

Lasieren: So wird es gemacht...

Die Verarbeitung von Lasuren erfolgt, ähnlich wie beim Beizen, beginnend mit der vollständigen Entfernung von Altanstrichen. Danach erfolgen die üblichen Wässerungs-, Trocknungs- und Schleifvorgänge. Bei Hölzern im Außenbereich sollte, wie bei jedem Holzschutz, vor dem Lasieren eine Holzschutzgrundierung aufgetragen werden, die vor Pilz- und Schimmelbefall schützt, aber vor dem Lasieren noch einmal leicht angeschliffen werden muss. Anschließend wird die Dünnschichtlasur mit einem Pinsel oder Stoffballen in Maserungsrichtung eingearbeitet.

Dickschichtlasuren sind zwar offenporig und transparent, haben aber einen relativ hohen Bindemittelgehalt von über 30 Prozent Festkörperanteil und daher lackähnliche Eigenschaften. Sie schaffen einen sichtbaren, seidenartigen Film auf dem Holz und erreichen eine glänzende Oberfläche. Der Anstrich schützt das Holz lange vor Feuchtigkeit und verhindert so das Quellen und Schwinden (Schrumpfen des Holzes). Spezielles Einsatzgebiet von Dickschichtlasuren sind maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen im Innen- und Außenbereich. Dickschichtlasuren sind in der Vorbereitung des Materials und der Verarbeitung ähnlich zu behandeln wie Lacke. Zur Fixierung des Lasurbildes kann auch Klarlack verwendet werden.

Der Fachhandel bietet eigene Lasurpinsel an. Diese haben im Unterschied zum Lackpinsel weichere und längere Borsten, die das Einarbeiten des Anstrichs in das Holz erleichtern sollen. Auch die Anordnung der Borsten ist etwas anders. Sie halten das Material etwas länger im Pinsel, da Lasuren meist flüssiger als Lack sind.


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Datum: 14.03.2013

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