Plafond - was die Decke leisten muss

Decken trennen die einzelnen Stockwerke und müssen die auftretenden Lasten ohne nennenswerte Verformung aufnehmen können. Aber auch der Lärm aus Nachbarwohnungen, verursacht durch Mensch oder Tier, soll gedämmt werden.

Lärm aus der darüberliegenden Wohnung kann durch eine Trittschallisolierung verbessert werden bzw. durch dicke Teppichböden vermindert werden. Der Luftschallschutz bei Geschoßdecken wird im allgemeinen durch das Gewicht der Decke, der Trittschallschutz durch den Einbau einer elastischen Trittschalldämmschicht hergestellt. Deckenelement könne heute in unterschiedlicher Art hergestellt werden.

Stahlbetonplatten werden an Ort und Stelle gegossen und weisen eine hohe Schalldämmung (aufgrund des Gewichtes) auf. Vorgefertigte Decken (vorwiegend aus Ziegeln) haben eine bessere Speicherfähigkeit, aber geringere Schalldämmeigenschaften. Tramdecken aus Holz müssen durch Zusatzmaßnahmen für die Schalldämmung und Wärmeisolierung vorbereitet werden.

Die oberste Geschoßdecke hat in Bezug auf Wärmedämmung die größten Anforderungen zu enthalten. Dafür gibt es besondere Vorschriften für Decken über Kellerräumen, Durchfahrten, Heizräumen und Sanitärräumen. Auskragende Teile, welche mit der Decke konstruktiv verbunden sind, brauchen ebenfalls einen erhöhten Wärmeschutz, um eine Schimmelbildung im Rauminneren zu vermeiden.

Hier ist ein besonderes Augenmerk auf Kältebrücken zu legen. Die Decken sind stirnseitig zu dämmen, auskragende Teile, wie Balkone, erhalten eine Trennung mittels Iso-Korb oder eine innenliegende Wärmedämmung.

Die Statik auskragender Teile sollte unbedingt von konzessionierten Baumeistern bzw. Statikern gemacht werden, da sich bei diesen Platten die Armierung ändert und die Auflagerdetails genau ausgeführt werden müssen. Holzbalken bzw. mit Holz verkleidete Stahlträger können über das Außenmauerwerk hinausragen.


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Datum: 05.08.2011

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