Zuleitungen: Material und Verbindungstechnik

Kupfer oder Kunststoff? Bei der Sanierung der Sanitärleitungen gilt es zahlreiche Entscheidungen bei Material und Verbindungstechnik zu treffen. Abseits des Systems kommt es aber besonders auf die Verarbeitung an.

Es ist seit vielen Jahren eine heiß geführte Debatte: Welches Material eignet sich besser für Sanitärleitungen – Kupfer, Edelstahl oder Kunststoff? Am Markt gibt es zahlreiche Systeme und beinahe ebenso viele Befürworter wie Gegner. Grundsätzlich gilt: Jedes Material hat seine Vorzüge und auch Nachteile. Und eines steht ebenfalls fest: Jede Anlage steht und fällt mit einer sauberen Planung. Schlußendlich ist auch jedes Material und System so gut wie die Gegebenheiten und die anschließende Verarbeitung.

Kunststoff-Rohre - zumeist Polyethylen PE - sind in unterschiedlichsten Qualitäten erhältlich. Kunststoff kann vor allem durch seine Korrosionsbeständigkeit und einem niedrigen Preis punkten, aber auch Rissbeständigkeit, geringes Gewicht, einfache Verbindungstechnik und geringere Leitungsverluste an Wärme sprechen für den Werkstoff. Kunststoffrohre werden erst seit rund 50 Jahren eingesetzt, weshalb auch die Lebensdauer nur geschätzt werden kann - auf 50 bis gar 100 Jahre.

Mehrschichtverbundrohre sind eine weitere Gattung von Rohren, die sich aus verschiedenen Materialien - im Kern zumeist aus Aluminium - zusammensetzen. Die Vorteile: extrem dicht, geringe Ausdehnung, leicht und geräuschdämmend wie Kunststoff, biegsam und sehr beständig.

Verbindungstechnik - Löten oder Pressen?

Oft ist auch nicht so sehr das Rohrmaterial das Thema als vielmehr die Verbindungstechnik - Pressen oder Löten. Aber auch hier scheiden sich die Geister, beide Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile.

Löten gilt als kostengünstigere Methode. Aufgrund der entstehenden Temperaturen gilt Vorsicht in Hinblick auf Brandgefahr. Insbesondere bei der Reparatur mit Wasserkontakt ist Löten schwierig.

Das am häufigsten angewandte Verfahren nennt sich Pressen und ist etwas schneller erledigt. Beim Pressen wird über einer Verbindungsstelle ein Ring mithilfe einer hydraulischen Presse fest verpresst.

Jeder Handwerker hat seine Lieblingsmethode. Im Zweifelsfall gilt: Den Profi entscheiden lassen, der bei seinem gewohnten Verfahren natürlich am sichersten arbeitet.


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Archivmeldung: 04.09.2013

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