Kreative Möbelgestaltung mit Linoleum

Alte Kommode, abgewetzter Tisch oder ein Regal voller Kratzer und Dellen? Sie müssen nicht unbedingt schleifen, lackieren oder ölen. Besonders kreativ und individuell wird es mit Linoleumoberflächen.

Kennen tun wir es als Bodenbelag, der bereits seit dem 19. Jahrhundert eingesetzt wird und durch seine Eigenschaften - natürlich, warm, robust, vielfältig - überzeugt. Doch auch in der Möbelrenovierung kann dieses dankbare Material gut eingesetzt werden. Wenn Sie alten Ess- oder Schreibtischen ein kreatives Erscheinungsbild jenseits des puren Holzlooks verpassen wollen, oder auf die herkömmlichen Möglichkeiten der Oberflächenbehandlung verzichten möchten, bietet sich das Möbellinoleum an.

Leicht zu verarbeiten, große Auswahl

Am besten erkundigen Sie sich in Fachgeschäften oder im Internetfachhandel gezielt nach dem so genannten Möbellinoleum. Dieses millimeterdünne Material mit Papierrücken lässt sich mit Furnierleim oder anderen geeigneten Klebstoffen ganz leicht auftragen und vorsichtig anwalzen. Jeder, der schon mit dem Material zu tun hatte, wird dessen Vorteile auch auf Möbeloberflächen zu schätzen wissen: Linoleum ist nicht nur natürlich, sondern auch sehr robust, elastisch, abriebfest, lange haltbar und besonders verarbeitungsfreundlich. An seine Grenzen gerät das Material bei zu viel Feuchtigkeit, da sich ein Nässestau und damit Fäulnis bilden können. Auch kann Linoleum nach vielen Jahren auch spröde und rissig werden. Der Fachmarkt bietet Möbellinoleum in einer großen Farb- und Designvielfalt - von klassisch bis modern. Auch geprägte Varianten (z. B. Croco, Rauten, etc.) sind zu haben.

Studio KIWI/shutterstock.com © Studio KIWI/shutterstock.com

Wie funktioniert’s?

Anbringen können Sie das Möbellinoleum horizontal, vertikal und sogar auf gewölbten Oberflächen aller Materialart. Bevor Sie sich ans Applizieren machen, muss das Linoleum zugeschnitten und flach ausgebreitet werden.

Rechnen Sie etwa einen Prozent Zugabe auf und lassen Sie die Zuschnitte für 24 Stunden liegen, damit sich das Material akklimatisiert. Das gleiche gilt übrigens auch für den Kleber und das Trägermaterial (z. B. Massivholz, MDF, Spanplatten oder Multiplex), auf welches das Linoleum zuerst aufgebracht wird.

Nach der eintägigen Akklimatisierung kann das Möbellinoleum dann auf die gewünschte Oberfläche aufgebracht werden. Wichtig ist, dass Materialrückseite und Oberseite der Trägerplatte komplett sauber sind, damit auch eine glatte Oberfläche entsteht. Linoleum passt optisch am besten zu Holz, geht aber auch mit Metall und Glas sehr gut.


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Datum: 15.07.2016

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