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Viele Einbrecher nutzen die Urlaubszeit für ihre Diebeszüge

Die Bezeichnung "Sicherheitstüre" ist kein Qualitätskriterium, da jede Türe so bezeichnet werden kann. Die Bezeichnung führt Konsumenten in die Irre, da viele dieser Türen keine ausreichende Sicherheit gewährleisten.

 

Ein gewisses Maß an Schutz bieten hingegen "einbruchhemmende Türen", die in den verschiedensten Ausführungen erhältlich sind. Sie sind nach ÖNORM B-5338 oder - bei deutschen Anbietern - nach DIN V ENV geprüft und zertifiziert. Zu erkennen sind diese Türen an der Plakette mit einer Registriernummer zur Nachverfolgung.

 

Je nach Widerstand werden sechs Klassen unterschieden: Klasse 1 bietet leichten Schutz gegen den Einsatz körperlicher Gewalt, Klasse 6 den höchsten. Türen dieser Klasse halten auch der Bearbeitung durch leistungsfähige Elektrowerkzeuge stand. Normalverbrauchern empfiehlt die Polizei Türen der Widerstandsklasse 3, für die ein Einbrecher mindestens fünf Minuten benötigt - die er sich erfahrungsgemäß nicht nimmt.

 

Widerstands-
klasse

mutmaßliche Arbeitsweise des Täters 
 WK 1 Der Gelegenheitstäter versucht die verschlossen Tür durch den Einsatz körperlicher Gewalt zu überwinden (Treten, Schulterwurf etc.)
 WK 2
Der Gelegenheitstäter versucht zusätzlich mit einfachem Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keile die verschlossene Tür zu öffnen.
 WK 3
Der Täter versucht, zusätzlich mit einem zweiten Schraubendreher und einem Kuhfuß die verriegelte Tür zu öffnen.
 WK 4
Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Säge- und Schlagwerkzeuge (Hammer, Meisel etc.) sowie zusätzlich eine Akku-Bohrmaschine ein.
 WK 5
Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Elektrowerkzeuge ein wie z. B. Stich- und Säbelsäge und Winkelschleifer mit max. 125 mm Durchmesser
 WK 6
Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Elektrowerkzeuge ein wie z. B. Stich- und Säbelsäge und Winkelschleifer mit max. 230 mm Durchmesser

Quelle: Herholz


Die Kosten
Die Preise der Türen in Widerstandsklasse 3 reichen von rund 1.000 bis zu 2.800 Euro. Das Material des Türblattes ist in dieser Kategorie meist aus Holz, nur wenige Hersteller verstärken ihre Türen mit Stahl. Die meisten Modelle sind mechanisch zu verriegeln und verfügen über eine Bandsicherung, die das Aushebeln der Tür im Scharnierbereich unterbindet.

 

Ebenfalls bei fast allen Modellen standardmäßig enthalten: Eine Sicherungskarte, die Einbrecher am unbefugten Anfertigen von Nachschlüssen hindert. Wer sich allerdings für eine Zentralverriegelung mit Chip oder ein Zusatzschloss mit Sperrbügel interessiert, muss auf eines der beiden teuersten Modelle in dieser Klasse zurückgreifen.

Etwas preiswerter ist der Einbau eines Balkenriegelschlosses. Vor allem mit Sicherheitszylinder und Sicherheitsbeschlägen bietet dieses Schloss einen guten Schutz. Und schon ab 399 Euro kostet es auch deutlich weniger als eine "einbruchhemmende" Tür

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Helmut Melzer
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