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Was soll erledigt werden?

Wo? (PLZ)



Flexible Rechnung

Die Smart Meter sollen auch für mehr Transparenz bei der Stromrechnung sorgen: Wie beim Telefonieren soll dann Monat für Monat ein dem tatsächlichen Verbrauch entsprechender Betrag bezahlt werden.

Intelligente Stromzähler

Österreichischen Haushalten steht eine große Änderung bevor: Einer EU-Regelung zufolge müssen spätestens im Jahr 2020 die klassischen Stromzähler ersetzt werden. Das jährliche Ablesen, das als Grundlage für die Stromrechnung dient, wird dann Geschichte sein.

 

An die Stelle der alten Messgeräte sollen flächendeckend die „Smart Meter“ treten. Diese übermitteln die Ergebnisse via Datenfernübertragung (etwa LAN oder GPRS). So ist zumindest theoretisch eine permanente Echtzeitübertragung des Stromverbrauchs möglich, allerdings spießt es sich dafür (noch) am benötigten Übertragungsvolumen. Durch die Automatisierungskomponente können die Smart Meter jedenfalls auch zum Klimaschutz beitragen: Weltweit könnte so bis 2020 mehr als eine Tonne CO² eingespart werden.

 

Bis zur endgültigen Umstellung in fünf Millionen österreichischen Haushalten wird es freilich noch dauern, derzeit läuft in Oberösterreich ein Pilotprojekt. Dort hat die Linz Strom AG 36.000 Haushalte mit Smart Meter–Stromzählern ausgerüstet. Derzeit werden die Zähler täglich ausgelesen, theoretisch wären auch 15-Minuten-Intervalle möglich, dies wird allerdings als nicht sinnvoll erachtet.

 

Energie Bilanz

Die Smart Meter sind auch in der Lage, jenen Strom zu messen, der vom Verbraucher in das Netz eingespeist wird. Dies ist eine wichtige Grundvoraussetzung für alle, die (etwa mit Photovoltaik) eigenen Strom erzeugen.

In-House Display
Besser als eine ständige Übermittlung der Messdaten an die Energiekonzerne ist es aber, wenn der Bewohner seinen tatsächlichen Stromverbrauch selbst überwachen kann. Die Energie AG setzt in diesem Zusammenhang auf so genannte „In-House Displays“: Die Daten werden vom Zähler in die Wohnung übertragen, können dort über PC, Organizer oder Multifunktions-Touchpanel abgerufen werden. Die Bewohner können so unmittelbar sehen, wie viel Strom in einem bestimmten Moment verbraucht wird.

 

Datenschützer warnen allerdings davor, dass so nur ein weiterer Schritt in Richtung totaler Überwachung gemacht wird: Anhand des permanent überwachten Stromverbrauchs im Haushalt, werden „Anwesenheitsprotokolle“ gleich mit erstellt.

 

In Österreich wird die Umstellung wohl noch verzögert werden. Grund ist die komplizierte Gesetzeslage im Eichwesen, das von allen neun Bundesländern autonom (und damit unterschiedlich) gehandhabt wird.

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