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solar architecture i-vent

Solarpower auf dem Vormarsch

Starker Andrang bei High-Level Infoevent zu gebäudeintegrierter Photovoltaik

Beim 1. solar architecture i-vent in der SKYLOUNGE der WKO Wien herrschte großer Andrang seitens der Architektur- und Baubranche. Österreichische Photovoltaik-ExpertInnen informierten die über 200 ArchitektInnen, BauunternehmerInnen und AuftraggeberInnen großer Bauprojekte anhand von Best-Practice Beispielen, Diskussionsrunden und Vorzeigeobjekten über gebäudeintegrierte Photovoltaik, multifunktionale Solarfassaden und Solarenergie. Der Know-How Transfer stand im Mittelpunkt des auf Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) veranstalteten Infoevents.

Die Planungsteams der WKÖ Süd-Ost-Fassade, des Power Towers der Energie AG und der ENERGYbase des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds präsentierten die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten multifunktionaler Solarfassaden und gaben Einblick in die Herausforderungen bei der Planung und Umsetzung dieser Leuchtturmprojekte. Bei den anschließenden, angeregten Diskussionsrunden standen die PV-ExpertInnen mit ihrem Know-How dem interessierten Publikum Rede und Antwort.

Architekt Eduard Neversal

Durch das nachhaltige Energiekonzept (thermische Sanierung der gesamten Gebäudehülle, Errichtung einer Solarfassade und Optimierung des internen Be- und Entlüftungssystems) der Wirtschaftskammer Österreich werden pro Jahr 25 Prozent an Energiekosten eingespart. Die WKÖ setzt damit ein sichtbares Zeichen für Klimaschutz und bekennt sich zu erneuerbaren Energien.

Das Linzer Vorzeigeprojekt, der Power Tower der Energie AG, mit einer PV-Fläche von 638 m² ist das erste Bürohochhaus Europas mit Passivhauscharakter. Der Energiebedarf des gesamten Hauses wird ausschließlich durch erneuerbare Energie (Tiefensonden, Wärmepumpen, Solarkraftwerk) gedeckt und kommt ganz ohne Klimaanlage aus.

Wie das Bürohaus der Zukunft aussehen kann, zeigt die ENERGYbase. Das ganzheitliche Baukonzept zeichnet sich durch einen extrem niedrigen Energiebedarf für den Betrieb, 100 prozentige Deckung des Heiz- und Kühlenergiebedarfs aus nachhaltigen Energieressourcen (Grundwasser, Sonnenenergie) und einem außergewöhnlichen Raumklima und Behaglichkeit am Arbeitsplatz aus.

Architekt Fritz Oettl

Gebäudeintegrierte Photovoltaik gilt in Österreich als Zukunftsbranche mit großem Potential. In die Gebäudehülle integrierte photovoltaische Module wandeln Sonnenlicht direkt in elektrische Energie um, wodurch eine umweltfreundliche Energiegewinnung auf höchstem ästhetischem Niveau gegeben ist. Derzeit werden in Österreich erst 0,1 Prozent der geeigneten Flächen für GIPV genutzt. Der mögliche GIPV Anteil an der Stromerzeugung liegt bei über 30 Prozent. Bis 2020 werden in Österreich 15.000 Arbeitsplätze und eine Wertschöpfung von 3 Milliarden Euro bei nur 5 Prozent Photovoltaik-Strom gemessen am Gesamtstromverbrauch in Österreich erwartet (Klimafonds 2009).

Auf Basis einer österreichweiten Branchenumfrage initiierte das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie den Infoevent für die Architektur- und Baubranche. Im Rahmen des Projekts „Technologietransfer zur Markteinführung multifunktionaler photovoltaischer Solarfassaden“ der Programmlinie „Energiesysteme der Zukunft“ des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) wurde eruiert, weshalb dem Einsatz von Solarfassaden von BauunternehmerInnen und ArchitektInnen bisher wenig Bedeutung beigemessen
wird. Zentrales Ergebnis der Analyse ist, dass die BauunternehmerInnen und ArchitektInnen sich zu wenig informiert fühlen, um Solarfassaden bei ihren Bauprojekten einzusetzen. Um dieses Hemmnis zu reduzieren und den Technologietransfer nachhaltig zu erzielen, wurden die EntscheidungsträgerInnen der Architektur- und Baubranche beim solar architecture i-vent gezielt informiert. Die Website www.solarfassade.info liefert seit Sommer 2009 umfassende Informationen zum Thema GIPV.

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