Ein Service der Stadt Wien bietet all jenen, die vorhaben, auf ihrem Dach eine Photovoltaikanlage zu errichten, nun die Möglichkeit, bereits online "vorzufühlen", ob eine solche Investition überhaupt sinnvoll ist.
In einer 2010 durchgeführten Analyse von mittels Laserscanbefliegung erhobenen Daten wurde ermittelt, welche Wiener Standorte sich besser oder nicht so gut zur Solarnutzung eignen.
Die Standortdaten wurden von der Innsbrucker Firma Laserdata ausgewertet im Hinblick auf Ausrichtung und Neigung der Dachfläche sowie Verschattung durch Vegetation und umliegende Gebäude. Zur Errechnung des Solarpotenzials wurde dann der lokale Globalstrahlungswert für Wien im 18jährigen Mittel herangezogen.
Sonnenlandkarte
Schon im groben Überblick erhält man einen guten Eindruck davon, welches Potenzial auf den Dächern der Stadt schlummert. Für jedes einzelne Gebäude lässt sich im Detail die Gesamtgebäudefläche abfragen, und wo ein guter Ertrag möglich ist:
Als "sehr gut" werden Flächen dargestellt mit einem Solarenergiepotenzial von mindestens 1.100 KWH/m² im Jahr, als "gut" gilt ein Potenzial von 900 bis 1.100 KWh/m² pro Jahr. Auch mögliche Einschränkungen bei der Errichtung einer Photovoltaikanlage wie Schutzzonen, Landschaftsschutzgebiete oder der Denkmalschutz werden online ausgewiesen.
Für Interessenten stellt der Service zwar keine Garantie dar, man kann sich aber zumindest die Investition für eine Besichtigung durch den Fachmann sparen, sollte bereits ersichtlich sein, dass eine solarthermische Nutzung des eigenen Daches nur wenig Sinn hat.