Zum Auffinden der Metallunterkonstruktion in einer fertigen Gipskartonständerwand brauchen Sie ein Metallsuchgerät. Damit können Sie auch das Anbohren von Leitungen in der Wand vermeiden!
Ständerwand
Gipskartonständerwände bestehen im Allgemeinen aus einem tragenden Gerüst aus Blechprofilen (C-Profile), auf das beidseitig Gipskartonplatten geschraubt werden. Der Hohlraum ist meistens zur Verbesserung der Schalldämmung mit Mineralwolle gefüllt.
Ausgehend von den Plattendicken der Gipskartonplatten (12,5 und 15 mm sind die gebräuchlichen Stärken) und den lieferbaren Maßen der CW-Profile (50, 75, und 100 mm) lassen sich nicht tragende Wände bauen.
Wandaufbau
Folgende Wandaufbauten werden in Einfamilienhäusern verwendet:
| Dicke |
Aufbau |
Anmerkung |
| 7,5 cm |
CW50 Profil, beidseitig mit je einer Gipskartonplatte der Stärke 12,5 mm beplankt
|
einfach und kostengünstig, bietet einen sehr geringen Schallschutz und klingt hohl |
| 10 cm |
CW50 Profil, beidseitig mit je zwei Gipskartonplatten der Stärke 12,5 mm beplankt |
besserer Schallschutz und klingt nicht stark hohl |
| 12,5 cm |
CW75 Profil, beidseitig mit je zwei Gipskartonplatten der Stärke 12,5 mm beplankt ist |
besserer Schallschutz und klingt nicht stark hohl |
| 15 cm |
CW100 Profil, das beidseitig mit je zwei Gipskartonplatten der Stärke 12,5 mm beplankt ist |
besserer Schallschutz und klingt nicht stark hohl |
Diese Liste könnte man fast unendlich lang fortsetzen.
Die Grundprinzipien sind folgende:
- Je mehr Schichten Gipskartonplatten (bis zu 3 Lagen auf jeder Seite), desto weniger klingt die Wand hohl.
- Je stärker die CW-Profile, desto leichter ist der Einbau von Abflussleitungen in der Wand möglich.
- Je mehr Mineralwolle im Zwischenraum (bei starken CW-Profilen) untergebracht wird, desto besser der Schallschutz.
Durch die Verwendung weiterer Aufbauschichten (Gipskarton, Ständer, Gipskarton, Ständer, Gipskarton) lassen sich sogar Trennwände zwischen Wohnungen herstellen, an die hohe Anforderungen bezüglich Wärmedämmung und Schallschutz gestellt werden.
Montagablauf
Die Montage von Gipskartonwänden geht sehr schnell vor sich. Das tragende Gerüst wird aufgebaut und eine Seite wird gleich mit Gk-Platten beplankt. Nach der Montage der Elektroinstallation und der Sanitärinstallation wird die zweite Seite beplankt. Nachdem die Fugen zwischen den Platten gespachtelt sind, kann die Wand schon gestrichen oder verfliest werden.
Wandunterkonstruktionen
Die bei Gipskartonständerwänden üblichen CW-Profile aus Blech sind zwar Standardprdukte, müssen jedoch nicht unbedingt verwendet werden. Es ist auch möglich, Stahlprofile oder eine Holzunterkonstruktion zu verwenden.
Stahlprofile werden bei besonders hohen Belastungen eingesetzt und Holz zumeist dann, wenn die Trockenbau-Arbeiten von einem Zimmermeister hergestellt wird. Es ist jedenfalls notwendig, das Achsraster von 62,5 cm einzuhalten, damit die Standardbreite der Platten von 125 cm ohne weitere Zuschnitte in der Breite verwendet werden kann.
Oberfläche
Das Schließen der Fugen erfolgt durch Spachtelung, wobei im ersten Arbeitsgang die Fugen gefüllt und danach durch Nachspachteln ein stufenloser Übergang zu den Platten erreicht wird.
Darüber hinaus kann noch ein weiterer Arbeitsgang ”Feinspachtelung” vom Bauherrn zusätzlich gewünscht werden, um eine absolut glatte Oberfläche zu erzielen.
Spezialzargen
Beachten Sie bitte, dass für den Einbau in Gipskartonständerwände spezielle Türzargen erforderlich sind. Türzargen für gemauerte Wände können nicht verwendet werden.
Schwerlast
Schwere Lasten an Gipskartonwänden müssen in die metallene Unterkonstruktion abgeleitet werden. Küchenoberschränke beispielsweise müssen an tragende Holzbalken montiert werden, die ihrerseits ihren Halt an der Unterkonstruktion finden.
Es ist nicht möglich, einfache Dübel in Gipskartonwände zu verankern, sie würden ausreißen. Wenn Sie Bilder aufhängen wollen, benötigen Sie spezielle Gipskartondübel, die keine schweren Lasten tragen können.