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Sicherheitsklassen von Sicherheitstüren

Mindestanforderungen
Die Mindestanforderungen, die an Sicherheitstüren gestellt werden sind in der ÖNORM B 5338 geregelt. Nur Produkte, die diese Norm bzw. die darin festgelegten Kriterien erfüllt, erhält die Erlaubnis als „geprüfte Sicherheitstüre“ bezeichnet zu werden.

 

Sicherheitstüren werden laufend geprüft und verfügen neben einem Prüfzeugnis über eine Registriernummer und ein österreichisches Gütezeichen. Gleichzeitig müssen die Kriterien der ÖNORM S 6055 (in vier Teilen) erfüllt werden, die als Vornorm textgleich mit dem Entwurf der europäischen Norm ist.

 

In dieser werden unter anderem durch manuelle Einbruchsversuche in vorgegebener Zeit mit definierten Werkzeugen in 6 Widerstandsklassen festgelegt. In den Normen (ÖNORM, DIN, EN-Normen) wird der Einbruchwiderstand von Fenster und Türen in Bauteilwiderstandsklassen eingeteilt.

Klasse
Tätertyp
Einsatzort
1 Gelegenheitstäter ohne Werkzeug Wohnbereiche
2 Gelegenheitstäter mit einfachen Werkzeug wie z. B. Schraubendreher, Zange, Keil, usw Widerstandszeit von 3 Minute, wobei die Gesamtprüfzeit inkl. Werkzeugwechsel, Pausen etc. 15 Minuten betragen kann Wohn- und Gewerbebereiche
3 Täter mit Werkzeug Wohn- und Gewerbebereiche
4 erfahrene Täter mit Einbruchwerkzeug wie z.B. Säge, Axt, Stemmeisen, etc Gewerbe/Sicherheitsbereiche
5 erfahrene Täter mit elektr. Einbruchwerkzeug wie z.B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge kleiner Winkelschleifer etc. Sicherheitsbereiche
6 erfahrene Täter mit elektr. Spezial-Einbruchwerkzeug wie z.B. elektronische Werkzeuge, große Winkelschleifer Sicherheitsbereiche



Diese Klassifizierungen bei einzelne Bauteilen wird weiter unterteilt:

bei Schutzbeschlägen ES 1 (-3)
bei Fenster EF 0 (-3)
bei Türen ET 1 (-3)
bei Rollläden ER 1 (-6)

Die Polizei empfiehlt bei einbruchhemmenden Türen neben der ÖNORM 5338 auch auf die deutschen Prüfzeugnisse Klasse ET 2 oder ET 3 (nach DIN V EN V 1627-1630) zu achten.

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Helmut Melzer
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