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Vorsicht Einbruch!

In ganz Österreich werden pro Jahr fast 14.000 Einbrüche begangen. Rund 6.500 davon in Wien. Auf die Haushalte umgerechnet, ist natürlich die Chance, dass es einen selbst "erwischt", relativ gering.

Der Aufwand, seine Werte zu schützen aber manchmal auch. Viel zu leichtsinnig wird oft mit seinen eigenen Gütern umgegangen und diese mehr oder weniger auf dem Präsentierteller dargeboten. Experten wundern sich immer wieder, wie leicht es Einbrechern in Österreich gemacht wird. Offensichtlich handelt es sich um eine österreichische Mentalität.

Man hat nicht so viele Reichtümer angesammelt, die es Wert wären, gestohlen zu werden, da man eh so schlecht verdient, und sich nichts leisten kann.

Erst nach einem Einbruch erkennt man, welche Werte ungesichert in den eigenen vier Wänden herum gestanden und gelegen sind. Neben dem finanzielle Schaden ist Vandalismus ( Zerstörung von Privateigentum) das größte Problem.

Die Polizei kann in den meisten Fällen wenig tun, deshalb rät der Kriminalpolizeiliche Beratungsdienst schon seit langem: das Vorsorgen der Bevölkerung ist wichtig.

Zuerst kam das Auto, und dann kam lange nichts, und dann kommen die eigenen vier Wände. Ing. Andreas Wollein, Geschäftsführer der Maklerfirma "Realpartners": "Klima- und Alarmanlagen, was beim Auto schon fast Standard ist, wird auch bei Eigentumsobjekten immer häufiger nachgefragt."

Die Einstellung des Österreichers zum Auto sei dahingestellt. Verwunderlich einerseits nur, dass etwas, das weniger Wert hat, als die Güter zu Hause (zumindest in den meisten Fällen), besser geschützt ist. Andererseits, dass man der Meinung ist, nur Sachen auf der Straße, die nicht unter ständiger Kontrolle stehen, gefährdet sind.

In neugebauten Einfamilienhäusern ist die Alarmanlage schon fast standardmäßig integriert. Bei Reihenhäusern fehlt noch etwas das Bewusstsein dafür, bei Eigentumswohnungen wird das Thema Sicherheit relativ stiefmütterlich behandelt.

 

In einer Studie des Kuratoriums Sicheres Österreich, unterstützt vom Verband der Versicherungsunternehmen sowie vom Verband der Sicherheitsunternehmungen Österreichs, hat festgestellt, dass 65 Prozent der Einbrüche auf Spontantäter zurückzuführen sind. Personen, die nur zufällig vorbeikommen, und ohne lange Vorbereitung und Planung einbrechen.

 

35 Prozent sind demnach Profis, die eine gewisse Vorbereitungsphase haben und ihre Beutezüge besser planen. Die Spontantäter lassen sich mit relativ einfachen Mitteln von der Tat abhalten, aber auch Profis nehmen nicht jedes Risiko in Kauf.

Die wichtigsten Einbruchsmöglichkeiten, die für die Täter interessant erscheinen, sind unverschlossene Türen und offene und gekippte Fenster. Alte Türen und Fenster folgen gleich danach - richtig einladend. Bei Neubauten - egal ob Haus, Reihenhaus oder Wohnung -, sollte man wirksame Sicherheitsvorkehrungen von Anfang an miteinplanen. Es ist ratsam, dazu einen Experten hinzu zu ziehen.

 

Sicherheitssysteme, die schon vorzeitig eingebaut werden sparen viel Geld. Aber auch ältere Objekte, und damit sind nicht nur Altbauten im klassischen Sinn gemeint, sondern auch Häuser aus den 70-er Jahren lassen sich auf verschiedenste Arten nachrüsten.

Zum Beispiel bietet die Firma Freisinger das Fenstersystem "Antiknack". Sicherheitsfenster, denen - bei Tests - selbst mit brutalsten Methoden nicht beizukommen war.

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Helmut Melzer
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