Wer denkt an heißen Sommertagen schon an eine Wärmepumpe? Das sollten Sie aber, wenn Sie in Ihren vier Wänden schwitzen. Wärmepumpen zum Kühlen sind auf dem Vormarsch.
Der Mehrpreis für diese Alleskönner hält sich in Grenzen. Um rund 1.500,- Euro kostet eine Wärmepumpenanlage mehr, die heizen und kühlen kann. Bestehende Wärmepumpenanlagen können für die Kühlung nicht nachgerüstet werden.
Energie im Sommer
An heißen Sommertagen verbrauchen wir mehr Energie zum Kühlen, als an kalten Wintertagen zum Heizen. Wärmepumpen arbeiten dabei wesentlich effektiver als herkömmliche Klimaanlagen und verbrauchen weniger Strom. Über die Fußboden- bzw. Wandheizung wird die überschüssige Wärme im Haus aufgenommen und außen je nach System an Grundwasser, Erdreich oder die Umgebungsluft abgegeben.
Die Kühlung erfolgt zugfrei und ohne störende Geräusche, ein zusätzlicher Errichtungsaufwand wie bei Klimaanlagen fällt weg. Bei älteren Anlagen können spezielle Radiatoren eingesetzt werden, um auch bei Heizkörpern einen entsprechenden Kühleffekt zu erhalten.
Vorteile sind hier nicht nur die günstigen Anschaffungskosten und die absolut niedrigen Betriebskosten, sondern auch die Tatsache, dass bei Erdwärme durch den Kühlprozess der Erdspeicher früher regeneriert, die Wärme in der Erde gespeichert wird und dadurch mehr Wärme für den nächsten Winter zur Verfügung steht.
Braucht man viel Grund für eine Wärmepumpe?
Wer keinen großen Garten zur Auslegung der Kollektoren hat, und auch keine Wasserquelle anzapfen kann, der muss auf seine Wärmepumpe nicht verzichten. Wie der Marktführer Ochsner bekanntgab boomte 2006 vor allem die Luft Wärmepumpe. Hier werden mittlerweile bei Lufttemperaturen im Außenbereich von - 16°C locker 65°C Vorlauftemperatur erzielt.