Wandfarben werden immer öfter Teil des Interieurs
In immer mehr heimischen Haushalten wird den weißen Wänden der Kampf angesagt. Bereits jede vierte Wand ist bunt gestrichen. Pro Kopf wurden 2006 knapp 10 kg Wandfarben verwendet, sagt eine aktuelle Studie von KREUTZER FISCHER & PARTNER.
Pro Kopf wurden 2006 in Österreich knapp 10 kg Wandfarben verarbeitet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 3,5%. In Folge von Preiserhöhungen im Ausmaß von durchschnittlich 2,7% wuchs das Marktvolumen wertmäßig um 6,3% auf knapp 166 Mio. Euro.
Der Markt für Wandfarben entwickelte sich demnach doppelt so schnell wie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Verantwortlich dafür ist vor allem die Wohnraum-Renovierung. Der Umsatz mit Wandfarben für den Innenbereich wuchs gegenüber 2005 wertmäßig um 9,4%. Und immer öfter wird das übliche Weiß durch Bunt ersetzt. Bereits 26,4% der Nachfrage entfällt auf gefärbte Wandfarben. In den letzten Jahren wuchs der Markt für bunte Wandfarben fast dreimal so schnell wie der für weiße. Dieser Trend wird sich aller Voraussicht nach auch die nächsten Jahre fortsetzen. Wandfarbe wird zunehmend Teil der Inneneinrichtung. Das hat für die Farbenindustrie durchaus einen positiven Nebeneffekt: eine Verkürzung des Renovierungszyklus. Denn an einer gefärbten Wand sieht man sich möglicherweise rascher satt als an einer weißen. Derzeit liegt der Streichintervall bei durchschnittlich 6,8 Jahren. Eine Verkürzung um ein Jahr würde die Nachfrage um rd. 12% heben.
Rund ein 2/3 aller Wandfarben werden vom Gewerbe verarbeitet, ein Drittel im DIY (Do it yourself-Verfahren). Die Anteile sind seit Jahren konstant. Genauso wie die Anteile der Vertriebswege: Baumärkte halten bei einem Marktanteil von rd. 29%. Obwohl es immer mehr Eigenmarken gibt, bleibt die Anbieterkonzentration hoch. Die drei größten Wandfarbenhersteller (Synthesa, Sto und Sefra ) halten einen Marktanteil von 58%.