Spezielle Auszeichnungen
Einen Sonderpreis gab es für den Bau öffentlicher Einrichtungen in Mali, den das Team rund um den italienischen Architekten Emilio Cravatti in einem beeindruckenden Projekt, zum Teil unter erschwerten Bedingungen, gemeinsam mit der örtlichen Bevölkerung durchgeführt hatte. Die Auszeichnung soll neben architektonischen Aspeketen vor allem auch als Anerkennung für „Cravattis Beharrlichkeit mit der er auf eine oftmals wenig beachtete Dimension nachhaltiger Architektur hinweist und einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt“, verstanden werden. Dazu gehören laut Jury in diesem Fall auch „die Schaffung und Förderung immaterieller Werte und sozialer Strukturen, die Wissensbildung und der Austausch von Erfahrungen“.
Eine weitere Spezial-Auszeichnung ging an das Architekturmuseum der Insel Hombroich, dessen Ziegelbauweise auch Ausdruck der Erdverbundenheit des Gebäudes ist, und das sich besonders gut in die grüne Umgebung einfügt.
Insgesamt waren (von 260 Einsendungen) 40 Projekte aus 27 Ländern für den Brick Award 2010 nominiert, der nicht nur aufgrund der zeitlosen Designideen, sondern aufgrund der guten Haltbarkeitswertes des Materials Ziegel auch als Preis für Nachhaltigkeit gesehen werden kann. Der Preis soll aber auch ein Anreiz sein, die Entwicklung des Ziegels ständig kreativ weiterzubringen, wie Wienerberger CEO Dr. Heimo Scheuch meint: „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, den Baustoff Ziegel gemäß den Wünschen und Bedürfnissen zeitgenössischer Architektur kontinuierlich weiterzuentwickeln.“