Schrank oder Truhe? Hauptsache tiefgefroren!

Vom Tiefkühlfach im Kühlschrank über den Tiefkühlschrank bis zur freistehenden Truhe. Hier die wichtigsten Unterschiede und Entscheidungshilfen zum Thema Einfrieren.

Jeder Kühlschrank besitzt zumindest ein Tiefkühlfach im oberen Bereich, das sich zum kurzfristigen Einfrieren sehr gut eignet. Mit einem Tiefkühlschrank oder einer Truhe kann das Fach im Kühlschrank – nicht zuletzt aufgrund seiner Größe - jedoch nicht mithalten. Was die auf der Tür abgebildeten Sternchen bedeuten, erfahren Sie nun: Das (*)-Fach zeigt etwa -6° C und eignet sich zum kurzfristigen Lagern von tiefgekühlten Lebensmitteln (Achten Sie auf die entsprechenden Hinweise auf den Verpackungen). Im (**)-Fach zeigt das Thermometer bereits -12° C. Gefrorene Lebensmittel können hier bis zu 6 Tage lagern, frische Lebensmittel einfrieren kann man damit aber nicht. Das (***)-Fach mit etwa -18° C eignet sich für längeres Lagern (siehe Angaben auf den Packungen) und ab (*/***) kann man frische Ware auch selbst einfrieren. Die angegebene max. Gefrierleistung gibt an, wie viel frische Ware pro Tag eingefroren werden kann.

 

Gefrierschrank – freistehend oder eingebaut

Grundsätzlich gibt es Gefrierschränke in den verschiedensten Größen, Designsund Ausstattungsvarianten. Es gibt sie als Stand- und als Einbaugeräte, die Türen – je nach Größe eine oder auch mehrere – können rechts- oder linksöffnend sein. Die neuartigen Einbaugeräte können direkt in die Küchenzeile integriert werden. Die Front wird verkleidet bzw. an das Küchendesign angepasst. Das technische Konzept gleicht dem eines

Liebherr © Liebherr

Kühlschrankes, nur die Kühlleistung ist eben eine höhere. Schränke haben je nach Größe und Konstruktion ein oder zwei Türen und im Inneren mehrere Schubladen. Sie brauchen meist etwas mehr Strom als vergleichbar große Gefriertruhen, dafür ist es einfacher, hier Ordnung zu halten. Im normalen Gebrauch arbeiten die Geräte mit -18° C, zum Einfrieren frischer Ware gibt es aber eine Schockgefrierstufe mit bis zu -30° C, die händisch zugeschaltet werden kann. Sobald das neue Gefriergut durchgefroren ist, schaltet man wieder zurück, manche Geräte tun dies automatisch.

Raumwunder Gefriertruhe

Je nach Modell bieten sie weit über 300 Liter Stauraum für Tiefgefrorenes, das Sie über einen leicht zu öffnenden Deckel verstauen und wieder herausholen können. Durch herausnehmbare Trennwände und Körbe können Sie in einer Gefriertruhe auch sperrige Lebensmittel optimal unterbringen. Für eine Truhe braucht man eine größere Stellfläche aber die Größe einzelner Gefriergut-Stücke ist nicht so beschränkt, wie in den Laden eines Schrankes.

Von selbst enteisen bitte!

Geräte ohne No-Frost-Technologie werden heute fast keine mehr verkauft. Der Vorteil – so wird es zumindest von den Herstellern propagiert: das mühselige Abtauen bzw. Enteisen entfällt komplett. Dafür wird die Luftfeuchtigkeit reduziert sodass das Gefriergut keinen Reif mehr ansetzt. Doch wie genau funktioniert das? Feuchtigkeit kondensiert immer am kältesten Punkt, im Gefrierschrank ist das jenes Röhrensystem, durch das das Kältemittel läuft, dem Verdampfer. Geräte ohne No-Frost haben diese Röhren in den Böden eingebaut, auf denen die Schubladen aufliegen. No-Frost Geräte haben dafür einen eigenen, vom Rest des Schrankes abgetrennten Bereich ganz oben. Ein eigener Ventilator verteilt dann die kalte Luft im ganzen Gerät. Eigene Sensoren reagieren sofort, wenn der Verdampfer vereist, und leiten ganz automatisch eine Abtauphase ein, indem der Ventilator abgeschaltet wird, die Röhren sich erwärmen, das Eis abschmilzt und das Eiswasser auf die Geräterückseite in eine eigene Schale abgeführt wird. Das Tauwasser verdunstet übrigens dank warmem Kompressor. Vereiste Geräte brauchen mehr Energie. Die Mehrenergie, die der Ventilator benötigt, kompensiert sich also durch eben diesen reduzierten Energieverbrauch dank automatischer Enteisung.


AutorIn:

Datum: 05.10.2015

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Haushaltsgeräte

Endlich Schluss mit dem Wäscheständer, der immer im Weg steht und ewigem Wäsche aufhängen und wieder abnehmen: Wäschetrockner erleichtern die Hausarbeit ungemein. Doch wann muss er wirklich sein und was können die Kombigeräte? Wir klären auf!

Kein Putzen, kein Schrubben, kein Wischen mehr. Der Dampfreiniger wird als das Allround-Haushaltsgerät schlechthin gehypt. Doch wie hilfreich und funktionell ist er wirklich? Hier die Vor- und Nachteile.

Die Waschmaschine ist eines der selbstverständlichsten Haushaltsgeräte des täglichen Bedarfes. Was sie können sollte, und worauf Sie beim Kauf achten müssen? Wir haben die besten Tipps für Sie.

Eine Küche ohne Dunstabzug geht nicht. Ob ab der Wand, der Decke oder als Kochfeldabzug direkt bei den Töpfen. Neben ihrer Funktionalität übernehmen die Hightech-Geräte heute auch gestalterische Aufgaben und sind nicht selten ein Hingucker in der Küche.

Topthema auf der IFA 2016: Die Vernetzung. Ob Heimtechnik, Unterhaltungselektronik oder Haushaltsgeräte – alles ist miteinander verbunden und steuerbar. Was es sonst noch auf der Messe zu sehen gab, erfahren Sie hier.

Energieeffizient, nachhaltig im Verbrauch, sparsam - gerade am Sektor der Elektrogeräte haben die KonsumentInnen heute ganz klare Vorstellungen und Erwartungen. Doch wie nachhaltig sind die Produkte wirklich? Wie sieht ihr Lebenszyklus aus?

Eine Küche ohne Geschirrspülmaschine gibt es heute so gut wie nicht mehr. Nicht nur, dass der Abwasch damit schneller und sauberer geht, das Gerät hilft auch Wasser und Energie sparen. Und kann noch so einiges mehr…

Ein Knopfdruck und schon strömt Ihnen angenehm kühle Luft mitten ins Gesicht. An heißen Sommertagen feiert der Ventilator, in all seinen Ausführungen, Hochsaison in den heimischen Wohnräumen und Arbeitsstätten.

Der Kühlschrank ist der perfekte Ort, um Lebensmittel länger haltbar zu machen bzw. ihre Haltbarkeit optimal auszureizen. Was rein soll und was nicht - hier ein kleiner Überblick.