Roboter im Haushalt

Den sympathischen Filmhelden aus "Nummer 5 lebt" und "Der Letzte räumt die Erde auf" sind längst reale Nachkommen gefolgt, die sich als äußerst brauchbare Haushaltshelfer erweisen. Ein Überblick über den Entwicklungsstand.

Für den Einsatz im privaten Haushalt wurden bislang Staubsauger- und Wischroboter entwickelt, im Garten werken Rasen- und Poolroboter, der Unterhaltung dienen Spielzeugroboter und für die Sicherheit kann man Überwachungsroboter einsetzen. Last but not least dient der Massageroboter der höchstpersönlichen Wellness. Auch Roboter, die uns das Fensterputzen oder Kochen abnehmen sollen, gibt es bereits am Markt. Test haben aber gezeigt, dass hier noch einige Kinderkrankheiten zu bewältigen sind.

Zukunftsvisionen

Trotz aller Forschung und Entwicklung sind Roboter weit davon entfernt menschliche Intelligenz zu generieren oder „denken” zu können, wenngleich manche bereits als „lernfähig” klassiert werden. Fuzzylogik ist die Bezeichnung dafür und eingesetzt wird sie u. a. bei Staubsauger- bzw. Rasenrobotern. Vereinfacht gesagt „lernt” das Gerät in dem es bestimmte Sachverhalte in mathematische Formeln umwandelt und in die Programmierung integriert. Soll heißen, er merkt sich beispielsweise an welchen Stellen er blockiert wird, also nicht weiterfahren kann und frequentiert diese nach einiger Zeit bzw. einigen Fehlversuchen nicht mehr.

 

Perfekte Diener

Bereits 2010 stellte der koreanische Forscher You Bum Jae seinen „Mahru-Z” der erstaunten Presse vor. Der etwa 1,30 Meter kleine Hausmann kann putzen, Wäsche in die Maschine stecken und anschalten oder Essen in der Mikrowelle aufwärmen. Mahru-Z kann einen Toaster bedienen, Essen servieren und Tassen wieder abräumen.

Er erkennt, was zu tun ist und führt die Tätigkeit selbständig aus. Leider ist der kleine Kerl dabei noch so langsam, dass er als echte Haushaltshilfe noch nicht taugt. Und auch mit der Feinmotorik klappt es noch nicht so, wie der Erfinder sich das wünschen würde. Aber noch ist er ja auch nicht zu kaufen. Mahru-Z muss noch viel lernen!

Im Eventbereich können Roboter aber bereits Gäste begrüßen, ein Glas Sekt servieren, über das Abendprogramm informieren und Sie zu Ihrem Sitzplatz geleiten. Selbst einfache Fragen können die schlauen Maschinen selbständig beantworten – vorausgesetzt ein noch schlauerer Programmierer hat die Antworten bereits in das System integriert. Gearbeitet wird auch an Robotern, die möglichst humanoid aussehen, sich harmonisch zu Musik bewegen und mit dem Publikum interagieren sollen.

Pflege und Sicherheit: Erfolgreiche Entwicklungen

Der menschlich aussehende Roboter, der Ihnen die ungeliebte Hausarbeit abnimmt, wäre theoretisch bereits möglich, praktisch aber unbezahlbar und so widmet sich die Roboterforschung auch eher sinnvolleren Anwendungsmöglichkeiten, etwa Geräten für die Rehabilitation, Krankenpflege usw.

Bemerkenswert ist da eine Entwicklung des deutschen Fraunhofer-Institutes. Hier wurde der Roboterassistent Care-O-bot entwickelt, der Patienten zum Mobilitätstraining und zur Mobilitätsunterstützung dient und auch als intelligente Gehhilfe einsetzbar ist. Care-O-bot passt sich dabei dem Tempo des Benutzers an, kann Stürze schon im Ansatz erkennen und hilft, diese zu vermeiden. Dank integriertem Navi führt der Roboter seinen Nutzer auch sicher zu einem vorher bestimmten Ziel.

Ebenso sinnvoll erscheint der Einsatz von Robotern im Sicherheitsbereich. Der „Secur-O-bot” etwa überwacht sensorgesteuert und völlig autonom Büro- oder Fabriksgebäude und meldet Auffälligkeiten. Aber auch hier lässt die private Nutzbarkeit noch auf sich warten.


AutorIn: (23.11.2016), ursprüngl. (29.07.2013)


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