Nudeln einfach selber machen

Mehr als sieben Kilo Nudeln essen Herr oder Frau Österreicher pro Jahr. Kein Wunder, dass viele Hobbyköche Gefallen daran finden, ihre Pasta selber zu machen. Doch was sollte eine Nudelmaschine können und welche Geräte gibt es? Wir klären auf.

Prinzipiell ist Pasta eine überaus einfache Angelegenheit. Mehl (oder Hartweizengries), Öl, etwas Salz und bei Bedarf Ei zusammenmischen, kneten und kurz rasten lassen. Aber wenn es an das Formen der Nudel geht, wird es doch etwas mühsam. Glücklicherweise gibt es auch in diesem Bereich genügend Helferlein, um uns die Arbeit zu erleichtern. Wir stellen vor:

Kleine Nudelmaschine mit Kurbel

Der Klassiker, den es in jedem Haushaltswarengeschäft gibt. Von allen Geräten die sie die günstigste Variante. Der Teigballen wird händisch durch zwei Walzen gekurbelt – in mehreren Durchgängen und jeweils um eine Stufe dünner. Zum Schluss wird der Teigstreifen mittels einer Messervorrichtung in Nudeln geschnitten, wobei sich die Breite variieren lässt. Etwas einfacher und schneller wird die Sache durch eine Pastamaschine mit Elektromotor – erspart Ihnen die Kurbelei.

Vorteil: Die Nudeln werden sehr gleichmäßig (dünn wie breit) und die Anschaffungskosten sind sehr niedrig.
Nachteil: Es können keine Hohlraumnudeln oder Fusilli gemacht werden.

Alvaro German Vilela/shutterstock.com © Alvaro German Vilela/shutterstock.com

Aufsatz für die Küchenmaschine

Wer eine große Küchenmaschine sein Eigen nennt, darf sich freuen: die meisten Modelle können mit einem Pastaaufsatz aufgerüstet werden. Je nach Vorsatz sind dann auch Bandnudeln bzw. Hohlraumnudeln und Fusilli herstellbar – spezielle Matrizen machen dies möglich. Pastaprofis schwören übrigens auf Bronzematrizen, da diese die Nudeloberfläche stärker aufrauen und somit die Soßen besser binden. Bei Modellen aus Edelstahl (oder gar Plastik) ist dies nicht der Fall.

KENWOOD © KENWOOD

Vorteil: Auch hier halten sich die Kosten in Grenzen (wenn Sie ohnehin schon die Maschine haben). Zudem können Sie Ihre Liebsten und sich selbst mit einer größeren Auswahl an Pastaformen erfreuen.
Nachteil: Der Teig muss immer noch vorproduziert werden und die Kraft, mit der die Masse durch die Matrizen gedrückt wird, ist recht gering.

Profi-Pastamaschine

Ganz klar: mit einer eigenen Profi-Pastamaschine funktioniert das Nudelmachen am einfachsten. Zutaten rein, Knopf drücken, automatisch mischen und dann einfach durch die Matrize pressen lassen. Die Gastrogeräte haben so viel Kraft, dass die Form der Nudeln stabil ist und auch beim Kochen gut erhalten bleibt – sprich, der Teig nicht so weich wie bei den Küchenmaschinenaufsätzen sein muss. Doch dieser Luxus hat seinen Preis. Eine Profimaschine fängt bei etwa 900 Euro an.

Vorteil: Ob Tagliatelle, Fusilli oder Maccheroni – das Ergebnis wird perfekt. Zudem lassen sich bequem auch große Mengen an Nudeln herstellen.
Nachteil: Natürlich der Preis. Wer keine Großfamilie hat oder sehr häufig Gäste bewirtet, macht dabei ein Minusgeschäft. Auch die Reinigung stellt sich etwas mühsam und zeitaufwändig dar.

MARCELODLT/shutterstock.com © MARCELODLT/shutterstock.com

MARCELODLT/shutterstock.com © MARCELODLT/shutterstock.com

Nudelholz und Messer

Wer nur gelegentlich oder zu besonderen Anlässen selbstgemachte Pasta zubereiten möchte, kann natürlich auf die altbewährte Methode zurückgreifen: Mit dem Nudelholz den Teig dünn ausrollen, bemehlen und zusammenfalten. Anschließend mit einem Messer die gewünschte Breite abschneiden. Sicher, so akkurat wie mit einer Maschine bekommen Sie die Nudeln nicht hin, aber dafür sind sie dann auch wirklich „handgemacht“.

Vorteil: Preislich quasi umsonst.
Nachteil: Für zwei Portionen eine leichte Sache, für vier oder mehr hungrige Esser schon sehr mühsam.


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Datum: 10.01.2017

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