Moderne Heinzelmännchen: Staubsaugroboter und Co

Sie arbeiten ordentlich und unermüdlich, verlangen keine Gehaltserhöhung und brauchen auch keinen Urlaub. Hier erfahren Sie, wie moderne Haushaltsroboter funktionieren, wann und wo sie eingesetzt werden und worauf Sie beim Kauf achten müssen.

Etwa 6 - 8 Milligramm Hausstaub fallen in unseren Haushalten pro Quadratmeter täglich an. Der besteht aus anorganischen und noch viel mehr organischen Partikeln, wie z. B. Brotbröseln, Hautzellen, Tierhaaren, Bakterien und Pilzsporen, einem geradezu unwiderstehlich köstlichen Buffet für Milben und Schimmelpilze. Dagegen hilft nur immer wieder Saugen und Wischen. Und da liegt des Pudels Kern: immer wieder. Ein ideales Betätigungsfeld für Saug- und Wischroboter. Die fahren bei Bedarf auch mehrmals täglich aus und verrichten ihre Arbeiten ohne zu murren. Heinzelmännchen eben.

Saugroboter

Alle Modelle entsprechen einem flachen Zylinder mit etwa 30 cm Durchmesser und einer Höhe von 7 Zentimeter aufwärts. So gelangen sie auch unter Betten und Schränke und sorgen auch dort für Sauberkeit. Dank gefederter Antriebs- und Steuerräder bewältigen Saugroboter Teppichkanten und sogar herumliegende Kabel problemlos. Scheinbar willkürlich fahren sie im Raum kreuz und quer, ändern ihre Fahrtrichtung dank Sensortechnik und haben nach geraumer Zeit sicher jeden Winkel erreicht und von Staub und Schmutz befreit.

Der nächsten Generation stehen zusätzlich bereits Kamerasensoren zur Verfügung. Einige Geräte sind sogar „tabledancer”. Sie verfügen nämlich über Absturzsensoren. Sie könnten sogar auf einem Tisch werken ohne abzustürzen. Andere Saugrobotermodelle arbeiten mit so genannten „virtual lighthouses” als Navigationshilfen. Diese leiten ihn in einer größeren Wohnung von Raum zu Raum und wieder zurück an seine Ladestation. Mit ihrer Hilfe lässt sich das Gerät aber auch von bestimmten Räumen oder Raumteilen fernhalten.

Reinigung und Wartung

Das Reinigen des Gerätes bleibt allerdings dem Menschen überlassen. Ist aber ganz einfach. Keine Staubbeutel – der Saugbehälter wird herausgenommen und geleert. Bürsten, Sensoren und Filter werden mit dem mitgelieferten Reinigungswerkzeug gesäubert. Um den Akku müssen Sie sich nicht kümmern. Merkt der kleine Roboter, dass sein „Saft” zu Ende geht, fährt er selbständig zu seiner Docking-Station und lädt seine Akkus wieder auf.

… und so arbeiten die Kleinen

Saugroboter arbeiten besonders effektiv, gesteuert über ein On-Board-Bedienpanel oder eine Fernbedienung. Mehrere Bürsten – Seitenbürsten für die Ränder und gegenläufige Bürstenwalzen für den flachen Boden) leiten den Staub in eine Saugvorrichtung.
Integrierte Filter verhindern, dass der Feinstaub wieder in den Luftkreislauf gelangt. Achten Sie beim Kauf, dass das Gerät mit einem so genannten HEPA-Filter ausgestattet ist, der auch Staubpartikel von weniger als 10 Mikrometer zurückhalten kann.
Für welches Gerät Sie sich entscheiden, hängt nicht zuletzt von der Bodenbeschaffenheit in der Wohnung und der Wohnungsgröße und dem Staubaufkommen ab. Treppen kann der Sauger nicht allein bewältigen und nasse Böden sind für ihn tabu. Dafür brauchen Sie einen so genannten

Wischroboter

Der Bruder des Saugroboters ist im Grunde eine Weiterentwicklung, die nicht nur saugen sondern auch feucht aufwischen kann. Außerdem übernehmen manche Modelle auch gleich das Trocknen des Bodens, so dass der Raum sofort wieder begehbar ist. Das intelligente Kerlchen erkennt genau, welchen Boden (z. B. Stein, Fliesen, Laminat, versiegeltes Parkett, Linoleum) er bearbeitet und wie stark verschmutzt der gerade ist. Demgemäß wählt er das richtige Pflegeprogramm. Zuerst trägt er ein Wasser-Reinigungsgemisch auf, schrubbt anschließend die Fläche sauber, saugt danach das schmutzige Wasser wieder ab und trocknet den Boden mit der Saugfunktion.

Im Unterschied zur reinen Saugfunktion sollte der Feucht-Wischer sicherheitshalber nur in Betrieb egnommen werden, wenn eine Person anwesend ist. Die Kombination von Wasser und strombetriebenem Gerät sollte nicht unbeaufsichtigt bleiben. Der Robo-Wischer ist mit 2 Tanks ausgestattet (einer für die saubere Reinigungslösung und einer für das abgesaugte Schmutzwasser). Diese beiden Tanks müssen von Menschenhand befüllt bzw. entleert werden. Ansonst erfordert der Tausendsassa, der natürlich auch nur als Saugroboter arbeiten und Ihre Teppichböden pflegen kann, nicht mehr Pflegeaufwand als der reine Sauger.

Wischroboter, die mit handelsüblichen Feuchttüchern wischen, sind mit den vorgenannten Geräten nicht vergleichbar, dafür aber deutlich billiger.


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Datum: 23.11.2016

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