Nie mehr Wäscheleine...

Endlich Schluss mit dem Wäscheständer, der immer im Weg steht und ewigem Wäsche aufhängen und wieder abnehmen: Wäschetrockner erleichtern die Hausarbeit ungemein. Doch wann muss er wirklich sein und was können die Kombigeräte? Wir klären auf!

Frische Wäsche auf der Leine, quer gespannt über die Gasse, von Balkon zu Balkon. Ein herrliches Bild, besonders in pittoresken Mittelalterstädtchen. Aber einfach rein in die Maschine und zwei Stunden später fixfertig, um in den Schrank gelegt zu werden, hat auch seine Vorteile. Ein Wäschetrockner ist kein Muss wie die Waschmaschine, aber in großen Familien oder bei ständigem Wechsel der Arbeitskleidung macht der Trockner schon Sinn. Ansonsten gilt: Kombinieren Sie doch! Trocknen Sie Bettwäsche, Handtücher oder andere robuste Textilien im Trockner. Hosen, Kleider oder Hemden hängen Sie weiterhin auf die Leine. Das schont Geldbeutel und Umwelt.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Auswahl zwischen drei Bauarten: Wo sich Wärme entwickelt, entsteht Feuchtigkeit. Der Ablufttrockner leitet die verbrauchte Luft durch einen Schlauch nach draußen – für Wohnungen also eher nicht zu empfehlen. Ein Kondenstrockner gibt die Wärme in den Raum ab und ist somit nahezu überall einsetzbar (bis auf schwer durchlüftete Räume). Mittlerweile geht der Trend aber stark in Richtung Wärmepumpentrockner. Eine integrierte Wärmepumpe nutzt einen Teil der erzeugten Abwärme fürs nächste Trocknen. Dadurch wird effektiv Strom gespart – und somit bares Geld. Preislich sind Ablufttrockner am günstigsten, die Wärmepumpenmodelle am teuersten.

An die Waschmaschine anpassen. Fällt bei Ihnen viel Wäsche an und Sie haben dementsprechend auf eine große 8-Kilo-Maschien gesetzt, dann sollte Ihr Trockner das gleiche Volumen besitzen. Lassen Sie sich dabei nicht von Nass- und Trockengewichtangaben verwirren – eine 8-Kilo-Maschine passt zu einem 8-Kilo-Trockner.

Miele © Miele

Je schneller die Waschmaschine, desto kürzer das Trocknen. Je höher die Wäsche am Schluss des Waschgangs geschleudert wird, desto trockener kommt sie aus der Maschine – ergo: desto kürzer ist die Trockenzeit. Und Schleudern benötigt immer weniger Strom, als der Trockenvorgang. Wenn Sie gutes Zusammenspiel schaffen, können Sie auch hier Geld sparen.

Trocknen greift die Wäsche an. Selbst wenn ein Verkäufer drum herum reden sollte, richtig gut tut Ihrer Garderobe der Trockenvorgang nicht. Empfindliche Textilien dürfen überhaupt nicht in solch ein Gerät. Ein Wärmepumpentrockner punktet übrigens auch hier – er ist von allen Modellen der schonendste. Doch auch bei den anderen Geräten gibt es spezielle Bauweisen, die pfleglicher mit Kleid und Anzug umgehen: die sogenannte „Schontrommel“. Die mag zwar dann einen Aufpreis kosten, aber dafür bleibt Ihre Wäsche länger schön.

Richtige Handhabe. Eigentlich ist ein Trockner kinderleicht zu bedienen. Das einzige, worauf Sie achten müssen ist das Flusensieb, welches regelmäßig von Hand gereinigt werden muss. Teure Geräte erledigen dies automatisch, die meisten anderen zeigen zumindest an, wenn es Zeit zum Säubern ist.

Und warum nicht gleich in Kombi?

Kombigeräte, also eine Waschmaschine mit integriertem Trockner, werden auch als Waschtrockner bezeichnet. Grundsätzlich ist die Idee hervorragend, da sie für den gleichen Platz zwei Geräte haben. In der Praxis können jedoch die einen oder anderen Tücken auf Sie zukommen. Wer viel wäscht, möchte gerne auch gleichzeitig trocknen. Bei einem Kombigerät funktioniert dies logischerweise nicht. Außerdem wird bei vielen Geräten empfohlen nur die halbe Waschladung zu trocknen, also eine Waschladung in zwei Fuhren zu trocknen. Das kostet unnötig Energie. Geht das Gerät kaputt, können Sie weder Trocknen noch Waschen. Außerdem sollte der deutlich höhere Preis nicht vergessen werden.

Unterm Strich ist der Waschtrockner am besten für einen Single- oder Zwei-Personen-Haushalt mit wenig Platz in der Wohnung geeignet. Für Vielwäscher im Einfamilienhaus macht so eine Lösung nicht viel Sinn.


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Datum: 09.12.2016

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