Einbrüche und ihre Langzeitfolgen

Ein Einbruch hat seelische Folgen für die Betroffenen. Das bestätigen zahlreiche Befragungen und Studien immer wieder. An welchen Langzeitfolgen die Menschen leiden und was dagegen gemacht werden kann.

Aufgebrochene Türen, zerschlagene Fensterscheiben, herausgerissene Laden und durchwühlte Kleiderkästen. Wer schon einmal einen Einbruch in seinen vier Wänden erlebt hat, kann neben den materiellen Verlustne vor allem eines lange nicht überwinden - das Gefühl nämlich, dass in der eigenen Wohnung jemand war, der hier nicht sein hätte dürfen. Eine groß angelegte Studie ist den Langzeitfolgen für Betroffene eines Einbruchs auf die Spur gegangen.

"Das auffälligste Ergebnis waren die emotionalen Folgen eines solchen Ereignisses, also der Verlust des persönlichen Sicherheitsgefühls, der weitaus dramatischer war, als der materielle Schaden", fasst Dr. Christian Fischer, Geschäftsführer von Security Land, das Kernergebnis der Studie zusammen.

62 % der Befragten bezeichneten den Eingriff in die Privatsphäre als "sehr schwerwiegend". Stellt man den finanziellen Verlust dem Verlust des persönlichen Sicherheitsgefühls gegenüber, so schätzen 50 % den Verlust des persönlichen Sicherheitsgefühls als "schwerwiegender" ein gegenüber 16 %, die den finanziellen Schaden als "schwerwiegender" bezeichnen, wobei Frauen noch viel deutlicher durch diesen Eingriff in die Privatsphäre belastet wurden als Männer.

Sicherheitsgefühl kommt nicht mehr

Verdeutlicht wird das auch durch ein weiteres Ergebnis: Haben sich noch 60 % der Befragten vor dem Einbruch "sehr sicher" gefühlt, so gaben dies unmittelbar nach dem Einbruch nur mehr 4 % an. Und selbst nach einem längeren Zeitraum und nach dem Ergreifen von Sicherheitsmaßnahmen beschreiben nur mehr 17 % der Opfer ihr Gefühl mit "sehr sicher".


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Archivmeldung: 08.12.2015

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