Die sechs häufigsten Irrtümer über Einbrecher

Viele Menschen glauben, dass Einbrecher ohnehin überall hineinkommen können und ergeben sich ihrem Schicksal. Das ist falsch: laut den Erfahrungen der Polizei werden Einbrüche in den seltensten Fällen von gut ausgerüsteten Profis begangen.

Viele Menschen glauben, dass Einbrecher ohnehin überall herein kommen können und ergeben sich in ihr Schicksal. Das ist falsch: laut den Erfahrungen der Polizei werden Einbrüche in den seltensten Fällen von gut ausgerüsteten Profis begangen. Statt dessen handelt es sich meist um Gelegenheitstäter, die sich ungesicherte Eingänge aller Art zu Nutze machen und dementsprechend von guten technischen Sicherungsmaßnahmen abschreckt werden.

1. "Bei mir gibt es nichts zu holen."
Sie wären erstaunt, was Einbrecher alles mitgehen lassen. Davon abgesehen, der Einbrecher weiß erst, wie es um Ihren Reichtum bestellt ist, wenn er eingebrochen ist und alles durchsucht hat. Dann ist vielleicht schon vieles in Mitleidenschaft gezogen worden, was für Sie ideellen Wert hat; wie zum Beispiel liebgewonnene Erinnerungsstücke.

Sie sollten auch die psychischen Auswirkungen eines solchen Erlebnisses nicht unterschätzen. Das Gefühl zerstörter Privatsphäre und Unsicherheit in den eigenen vier Wänden belastet manchen noch mehrere Jahre. Also: Wenn sich eine Gelegenheit bietet, wird der Einbrecher sie auch ergreifen.

2. "Hauptsache nachts ist alles gut verriegelt."
Dunkelheit ist nur ein Aspekt, der Einbrechern entgegenkommt. Ein anderer ist die Gewissheit, dass niemand zu Hause ist. Und das ist natürlich hauptsächlich tagsüber der Fall, wenn Sie in der Arbeit, beim Einkaufen, oder mit Ihren Kinder unterwegs sind. Im Winter kommt begünstigend die frühe Dämmerung dazu.

3. "Bei uns achten die Nachbarn aufeinander."
Das ist gut, aber kennen die Nachbarn all Ihre Bekannten, den Herrn vom Versandservice und den vom Pizzadienst? Umgekehrt, haben Sie schon Ihnen unbekannte Personen im Treppenhaus zur Rede gestellt? Leider lässt sich Anonymität in größeren Wohneinheiten selten ganz verhindern. Einbrecher wissen das und nutzen es aus.

4. "Und wenn schon, ich bin versichert."
Wirklich? Oft stellt sich - leider oft zu spät - heraus, dass die Police doch nicht alles abdeckt, was man geglaubt hatte oder im schlimmsten Fall gar kein Schutz besteht. Doch angenommen, alles stimmt: Niemand ersetzt Ihnen die ideellen Werte liebgewonnener Gegenstände oder entschädigt Sie für das Chaos, das der Einbrecher in Ihrer Wohnung angerichtet hat.

5. "Wenn ich einen Einbrecher erwische, versuche ich ihn an der Flucht zu hindern."
Bitte nicht! Mit wem auch immer Sie es zu tun haben, fest steht, dass der Einbrecher alles dran setzen wird, unentdeckt zu bleiben bzw. zu entkommen. Und dieses Ziel wird er mit Sicherheit skrupelloser verfolgen als Sie Ihres. Spielen Sie also keinesfalls den Helden, rufen Sie unverzüglich die Polizei. Auch mit einer genauen Beschreibung des Täters und seines möglichen Fluchtfahrzeuges können Sie viel zum Fahndungserfolg beitragen.

6. "Bei mir kann nichts passieren, ich habe eine Alarmanlage."
Einbruchmeldeanlagen melden, wie der Name schon sagt, einen Einbruch. Aber der Einbruch wird so nicht verhindert. Daher sollten Sie Ihr Sicherheitskonzept unbedingt mit mechanischen Sicherungen abrunden.


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Datum: 11.01.2012

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