Wachsame Nachbarn sind der beste Einbruchschutz

Sie ersetzen zwar keine Alarmanlage oder Sicherheitstür, aber aufmerksame Nachbarn sind letztlich dennoch ein sehr wichtiger Einbruchschutz. Und da auch Sie Nachbar sind: Seien Sie aufmerksam. Sieben Tipps, worauf es ankommt!

Die Polizei wird bei ihren Veranstaltungen zu den Themen Sicherheit und Einbruchschutz nicht müde zu erwähnen, dass gute Nachbarschaft zu den besten Präventionsmaßnahmen gehört. Wer weiß, wer alles im Mietshaus wohnt, weiß auch, wer nicht da hingehört. Eine kritische Nachfrage an eine unbekannte Person schreckt so manchen potentiellen Dieb schon im Vorfeld ab. Vergessen Sie nicht: Jede Investition Ihrer Aufmerksamkeit in die Nachbarschaft kommt letztlich auch Ihnen selbst zu gute.

7 Tipps für guten Schutz unter Nachbarn

  1. Lernen Sie Ihre Nachbarn kennen! Gehen Sie auf sie zu – beim zufälligen Treffen im Treppenhaus oder im Hof. Organisieren Sie doch auch mal ein Nachbarschafts- oder Straßenfest! Dort ergeben sich gute Gelegenheiten, mit allen einmal ins Gespräch zu kommen.
  2. Sprechen Sie sich mit den Nachbarn ab, was in welchem Fall zu tun ist. Versichern Sie allen Beteiligten: Lieber einmal zu viel die Polizei rufen, weil verdächtige Geräusche aus einer Wohnung kommen, als dass der Einbrecher ungestört arbeiten kann.
  3. Jemand kommt Ihnen im Treppenhaus fremd vor? Dann sprechen Sie ihn gezielt an, zu wem er denn möchte. Da Sie im besten Fall alle WohnhausmieterInnen kennen, kann die fremde Person sich nicht auf einen ausgedachten Namen herausreden.
  4. Schauen Sie, welcher Postkasten bereits gerade überquillt. Klingeln Sie zur Not bei der betreffenden Person. Sollte diese abwesend sein, bieten Sie ihr nach der Rückkehr an, sich das nächste Mal um die Post zu kümmern.
  5. Fragen Sie andersherum vor Antritt Ihres Urlaubs einen Nachbarn oder Nachbarin, ob er oder sie sich bereit erklären, Ihren Postkasten regelmäßig zu leeren. Sollten Sie eine längere Zeit abwesend sein, hilft es auch, wenn sich eine Vertrauensperson um Ihr Zuhause kümmert (Rollläden hochziehen, Lüften, abends Blumen gießen, damit auch mal das Licht brennt etc.).
  6. HausbesitzerInnen kennen das: Abends wird noch einmal eine Runde über das Grundstück gegangen, ob auch alles in Ordnung ist. Scheuen Sie sich nicht, dabei auch mal über den Zaun oder die Hecke zu blicken. Nein, das ist kein Voyeurismus. Wenn die Nachbarn nicht da sind, gibt es ohnehin nichts zu sehen – höchstens etwas Verdächtiges durch einen unbefugten Eindringling.
  7. Sie gehen zwei Mal am Tag mit Ihrem Hund Gassi? Dann verzichten Sie doch dabei auf Smartphoneaktivitäten und lassen Sie Ihren Blick durch die Umgebung schweifen. Wählen Sie Ihre Route dabei so aus, dass Sie möglichst viel von Ihrer Nachbarschaft mitbekommen. Also lieber drei Mal ums Eck, als gleich direkt auf und davon. Außerdem kann es abschreckend wirken, wenn Einbrecher wissen, dass  in einer Gegend mehrere Hunde anschlagen könnten.

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Datum: 31.05.2017

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