Vorsorgewohnung: Gibts auch Nachteile?

Welche speziellen Eigenschaften hat die Anlageform der Vorsorgewohnung? Und welche Nachteile sollten Ihnen neben aussichtsreichen Renditen und guter Kapitalanlegung bewusst sein?

Ertragswohnungen sind kein liquides Investment. Bei einem Verkauf unter Zeitdruck muss oft – insbesondere wenn aktuell ein Leerstand besteht oder keine attraktive Vermietung vorliegt – mit erheblichen Wertverlusten gerechnet werden. Hinsichtlich der hohen Spesen und Nebenkosten beim Erwerb(Grunderwerbsteuer, Eintragungsgebühr, Notar, Rechtsanwalt und sonstige Beratungsleistungen, Maklerhonorar für Erwerb und Vermietung etc.) kann auch nur von einer langfristigen Amortisation ausgegangen werden.

Vor allem darf das unternehmerische Risiko der erfolgreichen Vermietung nicht unterschätzt werden. Ertragswohnungen sind zwar genau für diesen Zweck optimiert worden – dies stellt jedoch keine Erfolgsgarantie dar. Da Ertragswohnungen in der Regel mit einem erheblichen Kreditanteil finanziert werden um die Nettorendite zu verbessern, kann der Ausfall der Mieteinnahmen durch Leerstand aufgrund der laufenden Zinsen- und Tilgungsverpflichtungen aufenden Zinsen- und Tilgungsverpflichtungen sehr unangenehm werden.

Da die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt, wird die Akquisition geeigneter Liegenschaften immer schwieriger – bzw. durch das Wettbieten der zahlreichen Bauträger auch immer teurer. Damit steigt die Gefahr für die InvestorInnen, dass versucht wird, völlig ungeeignete Standorte zu beschönigen und Kalkulationen mit unrealistischen Mietansätzen als Ankaufsgrundlage vorzulegen.Folge: die gekauften Wohnungen erfüllen die Ertragserwartungen in keiner Weise.

Vorteile überwiegen

Zusammenfassend ist aber festzuhalten, dass der Erwerb einer Vorsorgewohnung grundsätzlich keine ernst zu nehmenden Nachteile mit sich bringt. Die hier ausgeführten „Schwachpunkte“ werden durch den Vorteil der Unmöglichkeit eines erheblichen oder gar gänzlichen Kapitalverlustes aufgehoben.


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Datum: 19.05.2016

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