Von Japan bis Nepal: Asiatisch Wohnen

Inspiriert wird dieser Wohnstil von Ländern wie China, Japan, Indien oder Nepal. Entsprechend vielfältig sind seine Ausprägungen auch. Der Buddhakopf allein reicht hier nicht aus. Wie Sie Ihr Zuhause asiatisch machen, erfahren Sie hier.

Japan, China, Indien oder Nepal sind die Länder, an die wir wohl als erstes denken, wenn es um asiatisch geprägtes Innendesign geht. Vom pastellfarbenen und zurückhaltenden Japan-Look über typisch chinesische Papierwände und Zierfächer bis hin zu den knallbunten Textilien und Muster, die Nepals Kultur prägen. Der asiatische Stil fasziniert immer mehr Menschen. Besonders in der westlichen Kultur, die geprägt ist von Erfolgsdruck und Wettbewerb, sehnen sich immer mehr nach der Entschleunigung und dem inneren Frieden, der den fernöstlichen Kulturen anheim wohnt. Und da nicht jeder gleich zum Zen-Meister werden kann oder will, bietet ein authentischer Einrichtungsstil schon viele Möglichkeiten, sich zu verändern.

STUDIO GRAND OUEST/shutterstock.com © STUDIO GRAND OUEST/shutterstock.com

Welche Farben wählen?

Welchen Farben Sie in Ihrem Zuhause Vorrang geben sollten, hängt damit zusammen, an welchem asiatischen Land Sie sich orientieren möchten. Japan steht für Zurückhaltung und Schlichtheit, hier dominieren zarte Pastelltöne und alles, was hell ist, wie Weiß, Anthrazit oder Beige. Das asiatische Festland mit Ländern wie China mit seinen gedeckten, aber starken Farben Weiß, Rot und Schwarz bis hin zu Indien und dem nepalesischen Bergland, das mit seiner leuchtenden Farbenpracht in der ganzen Welt Anhänger findet.

Zurückhaltend und schlicht

Das wichtigste Material im asiatischen Wohnstil ist Holz – bevorzugt Sandel-, Mango- oder chinesisches Ulmenholz. Nicht fehlen dürfen auch Bambus und Schilf. Typisch chinesisch sind zum Beispiel Möbel mit glänzend lackierter farbiger Oberfläche ins Schwarz und Rot, mit harmonischen Formen und runden Beschlägen, Schlüsseln und Scharnieren. Japanfeeling stellt sich mit bodennahen Tatamitischen, traditionellen Sitzkissen aus Seide, Futons und unterschiedlichen Shojis ein. Und wer sich lieber an Indien oder Nepal orientieren möchte, sollte auf die für diese Länder typischen Kommoden und Schränke und Beistelltischchen im Kolonialstil sowie Teppiche, bunt bezogene Poufs und leichte Organzastoffe als Gardinen oder Trennelement setzen. Was in Japan und China noch gedeckt und zurückhaltend ist, muss am asiatischen Subkontinent knallen. Die gesamte Farbpalette von Gold bis Purpur, von Türkis bis Mint ist erlaubt und erwünscht.

Dekorieren besonders wichtig

Selbst wer sich noch nie eingehender mit der asiatischen Einrichtungskultur beschäftigt hat, wird auf Anhieb einige der typischen Dekoelemente nennen können. Steine und Kies, Grünpflanzen und wunderschöne Blüten von Lotus, Kirsche oder Orchideen wären hier zuerst zu nennen. Die typische Seide findet sich in kleinen Zierkissen, Poufs oder als Überwurf in den asiatisch designten Räumen, und das ebenfalls für diese Kultur so wichtige Porzellan inForm von Figürchen und dem typisch gestalteten Geschirr.


AutorIn: (30.06.2016), ursprüngl. (23.11.2010)


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