Gemütlich aber geräumig: Clever einrichten unterm Dach

Ihr Dachgeschoß ist grundsätzlich bewohnbar, doch die niedrige Raumhöhe stellt Sie vor einrichtungstechnische Schwierigkeiten? Wir haben die besten Tipps für Sie, wie aus dem Dachgeschoß ein gemütlicher Raum wird.

Zusätzlichen Wohnraum schaffen durch den Ausbau des Dachgeschoßes – grundsätzlich eine super Idee, die auch von immer mehr Hausbesitzern realisiert wird. Fakt ist jedoch, wenn das Gebäude nicht von Beginn an entsprechend geplant wurde, können die obersten Geschoße mitunter recht spärlich ausfallen und haben mit dem verglasten Rundumpanorama und Tramdecken, wie wir sie aus den Hochglanzmagazinen kennen, leider recht wenig zu tun. Deshalb – zurück in die Realität. Wir haben für Sie ein paar einfache Interieur-Tricks, die auch Ihr Dachgeschoß großzügig und gemütlich machen.

Welche Möbel und wohin?

Weniger ist mehr, das gilt vor allem in Dachräumen. Halten Sie sich deshalb an niedrige Möbel, die dem Raum nach oben hin Luft lassen und die Wände nicht völlig zustellen. Sofas, die eher Futons sind, Poufs statt Stühle und Sessel sowie großzügige Bodenkissen, die zum Fläzen in den Ecken einladen wirken optisch wahre Wunder. Ist der betroffene Dachraum eher schmal und lang, können Sie mit vereinzelten Sitzgelegenheiten anstatt einer ganzen Sofalandschaft punkten, der Raum wirkt dadurch luftiger.

Optische Vergrößerung durch Farbe

Jeder Experte wird es Ihnen bestätigen: Mit Hilfe von farbigen Akzenten kann ein Raum größer und weiter wirken. Verwenden Sie für die Dachschrägen am besten Weiß, das lässt dem Raum nach oben Offenheit und Weite. Setzen Sie kleine knallige Akzente an den Raumseiten, zum Beispiel durch kleinflächige Wandbemalungen in sattem Orange oder Weinrot. Sie können den gleichen, vergrößernden Effekt auch mit Gardinen, Polstersesseln oder niedrigen Sideboards in kräftigen Farben erzielen.

Ein Spiegel vergrößert

Man kennt diesen Trick ja schon aus dem kleinen Garten. Ein Spiegel an der richtigen Stelle vermittelt den Eindruck von Weitläufigkeit. Das funktioniert auch im Dachgeschoß. Montieren Sie doch einen großformatigen Spiegel direkt an der Dachschräge – Sie werden sofort eine Veränderung in der Raumatmosphäre bemerken.

Die Mitte bleibt frei

Ganz wichtig ist es, einen niedrigen und eng wirkenden Raum nicht komplett einzunehmen. Lassen Sie die Raummitte unbedingt frei, positionieren Sie niedrige Regale, Sideboards und das Futon an den Wandseiten entlang und lassen Sie die Mitte atmen. Nur selten passt hier ein Teppich hin, da er wiederum zu viel Aufmerksamkeit ins Raumzentrum zieht. Entscheiden Sie sich lieber für einen möglichst hellen, natürlichen Holzboden, der nicht nur den Raum verlängert sondern ihn auch hell und warm wirken lässt.

Ecken sind zum Kuscheln da

Nirgends lässt es sich besser kuscheln, als in einer Dachschräge. Ein besonderes Highlight könnte eine komplett gepolsterte Ecke sein. Verwenden Sie dafür am besten große flache und gesteppte Sitzkissen, die nicht nur auf dem Boden liegen, sondern auch an die Seitenwände und die Dachschräge angebracht werden. Somit verlieren Sie nichts an Raumhöhe und können die Nischen richtig gemütlich nutzen. Achtung: Greifen Sie bei der Polsterung zu möglichst hellen oder erdigen Farben wie Beige, Okker oder Moosgrün.

Und wie ist das mit dem Licht?

Eine clevere Lichtplanung schafft nicht nur eine wunderbare Atmosphäre im Raum, sie kann dem Raum ebenfalls mehr Tiefe und Weite vermitteln. Besonders geeignet ist hier die indirekte Beleuchtung, sprich LED-Leisten, die hinter den Wandregalen angebracht werden, Spots statt Deckenleuchten und vor allem der Verzicht auf Stehleuchten, da diese die niedrige Raumhöhe zu sehr betonen. Lieber eine Tischleuchte auf den Boden stellen.


AutorIn:

Datum: 13.10.2015

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Wohnstile

Erdig, warm, mediterran: Terrakotta ist typisch für den Einrichtungsstil in südlichen Ländern und wenn es nach den ExpertInnen geht, erlebt der 90er Trend im kommenden Jahr ein großes Comeback. Nichts geht mehr ohne die rustikale Nuance.

Früher waren sie klobig und auf ihre Zweckmäßigkeit reduziert, heute sind Ökomöbel Designstücke mit besonders hohen Umweltstandards. Wir wissen, was Sie beim Kauf beachten müssen und weshalb sich die Investition lohnt.

Farben gibt es viele – noch mehr, wenn sämtliche Mischtöne dazugezählt werden. Um da einen Überblick zu behalten, helfen uns Farbpaletten. Wir erklären das System hinter Pantone, RAL oder HKS.

Sechsecke, wohin das Auge blickt. Vom Teppich über die Tapete bis zum Zierkissenbezug – momentan kommt nichts und niemand um den Hexagontrend herum. Und wir lieben ihn auch.

Metallmöbel passen nicht nur in den Industrial Chic oder reduzierte Stadtlofts, in der richtigen Kombination und Gestalt finden sie auch in gediegeneren Wohnstilen ihren Platz.

Wie wohnen wir im Jahr 2025? Die Lebensformen ändern sich, die Einrichtungswünsche ebenfalls. Was eine aktuelle Studie zum Wohnen der Zukunft herausgefunden hat.

Was taugen die besten Möbel, wenn darin chaotische Zustände herrschen? Für eine schöne Optik und gute Nutzbarkeit sollten die Innenräume von Regalen, Schränken und Kommoden sinnvoll strukturiert und eingeteilt werden. Am besten mit Hilfe von Schachteln, Körben und ähnlichem.

Feng Shui ist eine eigene Wissenschaft und es ist ganz klar, dass Sie nicht innerhalb weniger Minuten zum Profi werden können. Doch es gibt ein paar Dinge, die Sie ohne großen Aufwand umsetzen können, um Ihr Heim nach den Regeln des Feng Shui zu gestalten.