Was und wo ist Elektrosmog?

Elektromagnetische Felder sind überall um uns herum: Neben natürlicher Strahlung sind es aber vor allem die durch Menschen verursachten Strahlungsfelder, die in den Eigenheimen immer stärker auftreten.

Grundsätzlich sind wir ständig einem Mix aus verschiedensten Strahlen und elektrischen Feldern ausgesetzt. Hauptverursacher ist unsere Sonne. Sie emittiert permanent elektromagnetische Strahlen und energiereiche Teilchenstrahlen, die bereits acht Minuten später die Erdoberfläche erreichen. Dazu gesellt sich noch die sogenannte galaktische kosmische Strahlung, die von den Sternen der Milchstraße ausgeht. Unter diesem geballten Energieansturm wäre kein Leben, wie wir es kennen, möglich – aber zum Glück gibt es ja noch das Magnetfeld der Erde, das einen erheblichen Anteil der Strahlung ablenkt.

Ein gar nicht geringer Anteil kommt dennoch hier unten an, und die geladenen Teilchen verursachen u. a. elektrische und magnetische Felder, die zu Stromflüssen in der Erde bzw. zu Potenzialunterschieden führen. In allen leitfähigen Teilen, das können beispielsweise Erdölpipelines oder Stromleitungen sein, fließen deshalb (auch) geomagnetisch hervorgerufene Ströme. Daran lässt sich nun mal nicht rütteln.

Von Menschen verursacht

Der zweite große Verursacher des sogenannten Elektrosmogs sind wir Menschen selbst. Er entsteht nämlich unmittelbar durch elektrische Leitungen, Geräte, Sender, elektrisch geladene Oberflächen und magnetisierte Materialien. Die Ursache: Wenn sich zwei entgegengesetzt gepolte, spannungsführende Leiter gegenüberliegen, dann bildet sich dazwischen ein elek trisches Feld. Elektrische Felder sind daher überall da vorhanden, wo sich elektrische Spannungen befinden, und können auch mit den Mitteln der Messtechnik – z. B. im Zuge von baubiologischen Untersuchungen – erfasst werden.

Unterschiedliche Felder

Es gibt unterschiedliche Varianten. Bei einer Gleichspannung kommt es zu einem statischen elektrischen Gleichfeld. Bei einer Wechselspannung kommt es zu einem dynamischen elektrischen Wechselfeld. Weiters muss man zwischen nieder- und hochfrequenten Feldern unterscheiden. Die Wechselspannung aus der Steckdose ist beispielsweise ein niederfrequentes Wechselfeld.

Zusammenspiel Strom und Magnetismus

Im Begriff „elektromagnetisch“ wird bereits auf den untrennbaren Zusammenhang zwischen Strom und Magnetismus hingewiesen. Das heißt: Überall wo Strom fließt, enstehen auch magnetische Felder. So können im Umfeld von Haushaltsgeräten mit großer Leistung (z. B. Staubsauger, Fön etc.) auch Magnetfelder auftreten, deren Intensität deutlich über den gesetzlichen Grenzwerten liegt. Da sie aber immer nur kurz benutzt werden, tritt normalerweise keine Gefährdung auf.


AutorIn: (12.07.2016), ursprüngl. (18.03.2013)


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