Elektrosmog vermeiden - so geht's

Der durch den Betrieb von TV-Gerät, PC, Handy und Co in unserem Zuhause entstehende Elektrosmog ist für viele Menschen störend. Wie Sie ihn vemeiden oder zumindest minimieren können, erfahren Sie hier.

Niederfrequente magnetische Wechselfelder entstehen primär durch unsere ganz gewöhnliche Arbeit im Alltag und durchdringen fast alle Materialien ohne Verluste. Allein bei der Grundstückswahl können Sie im Bezug auf Elektrosmogvermeidung schon viel richtig machen. Im Außenbereich sollten Sie auf einen ausreichenden Abstand zu Hochspannungsfreileitungen, größere Bahnstromanlagen und Transformatoren achten. Auskünfte über die Höhe der magnetischen Wechselfelder können Sie, außer durch persönliche Messung, auch vom jeweiligen Energieversorgungs-Unternehmen erhalten.

Was Sie im Inneren machen können

Im Innenbereich lässt sich die Ausdehnung der Felder durch entsprechende Ausgleichsmaßnahmen deutlich herabsetzen: Bei allen Elektroinstallationen sind Hinleiter (Phase) und Rückleiter (Neutralleiter) möglichst nahe aneinander zu führen und nach Möglichkeit zusätzlich zu verdrillen. Um elektromagnetische Felder auf ein Minimum zu beschränken, können beim Neubau oder der Renovierung eines Gebäudes auch für alle Installationen speziell abgeschirmte Kabel verwendet werden.

Auch die Installation eines Netzabkopplers (früher Netzfreischalter genannt) kann sinnvoll sein. Dieser trennt die Spannungsversorgung bereits im Zählerkasten oder Verteiler automatisch ab. Und zwar immer dann, wenn gerade kein Strom benötigt wird. Im abgeschalteten Zustand entstehen keine elektromagnetischen Felder. Bei elektrischen Fußbodenheizungen sollten nur Systeme mit verdrillter Phase und Neutralleiter verwendet werden, die gegenüber Einleitersystemen wesentlich schwächere Wechselfelder aufweisen.

Elektrosmog zum Großteil hausgemacht

Nach Aussagen vieler BaubiologInnen sind rund 80 Prozent des messbaren Elektrosmogs hausgemacht – im wörtlichen Sinne. Hauptverursacher sind hochfrequente elektromagnetische Strahlen, wie sie etwa von schnurlosen DECT-Heimtelefonen emittiert werden. Diese Schnurlosgeräte senden mit dem gleichen Verfahren wie der Mobilfunk, also mit gepulsten Hochfrequenzsignalen und zwar Tag und Nacht, auch wenn nicht telefoniert wird. Auch kabellose Netzwerke (WLAN), viele Alarmanlagen und einige Babyphones fallen in diese Kategorie. Die Alternative sind kabellose Telefone nach CT1-Standard, welche analog senden, und zwar nur dann, wenn gerade telefoniert wird. Wenn Sie ganz auf Nummer sicher gehen wollen, bleiben Sie beim guten alten schnurgebundenen Telefon.

Zusammengefasst

  • Sämtliche elektrische Installationen sollten fachmännisch und unter dem Gesichtspunkt der Eindämmung von elektrischen und magnetischen Feldern errichtet werden.
  • Alle verwendeten Geräte sollten technisch intakt sein und den Grenzwerten für elektromagnetische Emissionen genügen. Beim Kauf den Händler fragen!
  • Der körperliche Abstand zu elektrischen Geräten sollte so groß wie möglich sein. Alle Geräte, die aktuell nicht in Gebrauch sind, sollten ausgeschaltet bzw. ganz vom Netz getrennt werden.
  • Verzichten Sie auf den Einsatz von schnurlosen DECT-Telefonen.
  • Bei Computern sollte die Vernetzung per Kabel einem Funknetz (WLAN) vorgezogen werden.
  • Handys sollten möglichst selten und jeweils nur kurz verwendet werden.


AutorIn:

Datum: 29.09.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Gesund Leben

ZImmerpflanzen werten unsere Räume nicht nur optisch auf, sie wirken auch wie natürliche Luftfilter. Welche von ihnen helfen, Schadstoffe in Innenräumen unschädlich zu machen und so für eine gesündere Raumluft sorgen? Hier ein Überblick.

Sie spielen in den unterschiedlichsten Einrichtungsstilen eine wichtige Rolle und ihre Vorteile sind unumstritten: Zimmerbrunnen, deren fließendes Wasser eine beruhigende Wirkung hat und die das Raumklima deutlich verbessern.

Feinstaub, Schimmelbildung oder schädliche Ausdampfungen von Farben können auf Dauer der Gesundheit erheblich schaden. Die Ursache liegt meistens schon bei der Planung des Objekts.

Der Hochsommer ist die aktivste Zeit der Stechmücken. Ideales Brutklima sind starke Regenfälle gefolgt von Hitze, wie es in den letzten Jahren immer häufiger vorkommt. Wie Sie sich gegen die Plagegeister wehren können, erfahren Sie hier.

Frische Luft brauchen wir für unser Wohlbefinden. Sie liefert nicht nur den lebensnotwendigen Sauerstoff, sondern verschont uns auch vor ungesunden oder gar giftigen Stoffen. Lesen Sie jetzt, wie Sie Ihre Raumluft langfristig verbessern!

Nahrung für den Winter haltbar machen ist eine Jahrhunderte alte Zubereitungsmethode. Und zurzeit erfährt das Einkochen und Einlegen sein großes Revival. Welche Möglichkeiten Sie haben und wie welche Lebensmittel haltbar gemacht werden - wir sagen es Ihnen.

Bei Temperaturen über 30 Grad wird es im Inneren von Gebäuden rasch ungemütlich - stickig und heiß. Wir haben ein paar essentielle Tipps, wie Sie es trotz großer Hitze kühle Räume schaffen und es so auch in Ihrer Wohnung aushalten.

Die Nager im Keller, die Krabbler im Bett und Motten im Schrank. Ungeziefer gibt massig. Während wir es im Garten ja noch ertragen, werden die Schädlinge in unseren vier Wänden zum echten Problem. Hier ein Überblick über die unerwünschten Hausbesucher.

Hausarbeiten wie Staubwischen und Staubsaugen können zur Qual werden für Allergiker. Der aufgewirbelte Staub lässt die Nase fließen, verursacht Niesreiz und juckende oder sogar tränende Augen. Wie wird man den Staub los, ohne dass man dabei zu sehr leiden muss?