Putztipps für Hausstaubmilbenallergiker

Hausarbeiten wie Staubwischen und Staubsaugen können zur Qual werden für Allergiker. Der aufgewirbelte Staub lässt die Nase fließen, verursacht Niesreiz und juckende oder sogar tränende Augen. Wie wird man den Staub los, ohne dass man dabei zu sehr leiden muss?

Allergiker, die auf Hausstaub reagieren, sind nicht gegen diesen direkt allergisch, sondern gegen den Kot der Hausstaubmilben, die sich im feuchtwarmen Klima von Matratzen, aber auch in Polstermöbeln wohlfühlen. Von dort aus verteilt sich der Kot der winzigen Tierchen mit dem Feinstaub im ganzen Haus und setzt sich in Ecken, auf Möbeln und Regalen ab. Beim Saubermachen wird er dann aufgewirbelt, man atmet ihn ein, was die Atemwege und Schleimhäute reizt. Im Idealfall macht der Allergiker selbst daher nicht sauber. Doch das ist nicht immer möglich. Deshalb sollten Allergiker einige Tipps beherzigen, um beim Putzen den Kot im Feinstaub wieder loszuwerden und dabei auch noch weniger zu leiden.

Einen Allergiker geeigneten Staubsauger verwenden

Regelmäßiges Staubsaugen ist essentiell, um den Feinstaub loszuwerden. Das gilt sowohl für Hartböden als auch für Teppichböden, welche inzwischen als bessere Wahl für Allergiker gelten. Der Staub wird zwar im Teppich gebunden, haftet aber auch länger darin, was man spätestens merkt, wenn man längere Zeit darauf sitzt und dann allergisch reagiert. Man benötigt daher einen leistungsstarken Staubsauger, der den losen Staub von Hartböden gut wegsaugt ebenso wie den festsitzenden Staub optimal aus Teppichböden herausholt. Die Schnäppchen-Community mein-deal.com hat mit einem umfangreichen Ratgeber mit Infografik einen guten Überblick geschaffen, worauf es beim Kauf eines Saugers ankommt.

Besonders zu empfehlen für Menschen, die auf Hausstaub allergisch reagieren, sind zentrale Sauganlagen, welche die angesaugte Luft über ein Abluftsystem nach draußen leiten und nicht wieder an die Raumluft abgeben. Denn hundertprozentig allergenfrei ist die abgegebene Luft aus einem konventionellen Staubsauger nie. Wer keine Möglichkeit für eine zentrale Anlage hat, sollte sich für ein Modell mit HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air) entscheiden. Es sollte mindestens ein Schwebstofffilter der Klasse 11 sein, dieser hält 95 Prozent der Partikel zurück. Besser noch ist Klasse 13 mit 99,95 Prozent. Ebenfalls empfehlenswert sind Staubsauger mit Wasserfilter, denn hier muss der Staubfilter nicht gewechselt werden. Stattdessen leitet das Gerät die angesaugte Luft in einen Wasserbeutel. Dort werden die Staubpartikel herausgewaschen und die Luft wird mit einem höheren Feuchtigkeitsgehalt wieder nach draußen abgegeben.

So oft wie möglich feucht wischen

Saugen und Staubwischen wirbeln immer einen Teil des Staubs wieder auf, den man zwangsläufig einatmet. Feuchtigkeit bindet hingegen die feinen Partikel. Deshalb lohnt es sich für Allergiker, häufiger den Putzeimer herauszuholen. Im Idealfall saugt man zunächst die Hartböden, wartet dann 2 bis 3 Stunden – in dieser Zeit kann sich der aufgewirbelte Staub wieder setzen – und wischt dann feucht nach. Auch wenn man Staub von Möbeln, Regalen und Deko-Gegenständen wischt, sollte der Lappen leicht feucht sein. Für Möbel und Gegenstände, die keine Feuchtigkeit vertragen, kann man sogenannte Antistaub-Tücher verwenden. An ihren sehr feinen und extrem aufnahmefähigen Synthetik-Fasern haften die feinen Staubpartikel deutlich besser als an herkömmlichen Lappen. Durch die Reibung beim Wischen laden sie sich außerdem elektrostatisch auf und geben so den Staub auch nicht wieder ab. In der Regel schmeißt man diese Einmal-Tücher nach dem Benutzen einfach in den Müll.

Während dem Saubermachen lüften

Wer nicht gerade auch noch gegen Pollen allergisch ist, sollte beim Saubermachen lüften. So kann der Feinstaub, der beim Saugen und Wischen aufgewirbelt wird, gleich nach draußen entweichen. Wenn man lüftet, wird die Raumluft außerdem mit mehr Sauerstoff und Feuchtigkeit angereichert. Das tut nicht nur den gereizten Atemwegen gut, sondern sorgt zudem dafür, dass die feuchtere Luft feinste Staubpartikel bindet.


Autor:

Datum: 23.05.2016

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