Schwarzstaub: Wenn die Fenster grundlos rußig sind

Ungeklärtes Phänomen Schwarzstaub oder Fogging: Wenn die Fenster oder Wände offensichtlich ohne Grund rußig sind, kann das mehrere Ursachen haben. Und: Sie können etwas dagegen machen.

Sonderbare Sachen gibt es auf der Welt. Das bisher ungeklärte Phänomen Schwarzstaub, auch Fogging genannt, zählt wohl dazu: Ruß-Pigmente, die sich binnen kürzester Zeit an Wand und Innenfenstern – meist im Winter – anlegen und spätestens beim Frühjahrsputz für Erstaunen sorgen. Denn der Schwarzstaub kann Ausmaße wie nach einem kleinen Zimmerbrand annehmen. Übrigens: Der Effekt war bis 1997 unbekannt. Erst dann wurde das deutsche Umweltbundesamt im Zuge einer Umfrage darauf aufmerksam.

Mögliche Ursachen

  • Meist im Neubau oder nach Renovierung: Emission von schwerflüchtiger organischer Verbindungen (SVOC) aus diversen Baustoffen.
  • Feinstaub und kondensierende organische Stoffe: Häufiges Abbrennen von Kerzen, aber auch Zigarettenrauch oder Verwendung von elektrischen Geräte, Kosmetika wie Haarspray und dergleichen. Die Teilchen setzen sich verstärkt an Plätzen ab, wo Kälte und Wärme zusammenstoßen. 

Was tun?

Eines vorweg: Gesundheitliche Risiken durch Schwarzstaub sind nicht bekannt und auch unwahrscheinlich. Tritt der Effekt in Ihrem Zuhause auf, sollte zuerst langfristig beobachtet werden. Zumeist erledigt sich das Problem nämlich von selbst, da die Emissionen mit der Zeit wieder abnehmen. Bleibt das Problem jedoch bestehen, sollten Temperaturunterschiede zwischen Raumluft und kalten Flächen gering gehalten werden. Dies kann durch Flächenheizungen gelingen. Weniger Rauchen in der Wohnung und der seltenere Einsatz von Kerzen vermindern den Schwarzstaub-Effekt ebenfalls.


AutorIn:

Datum: 18.08.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Gesund Leben

Frische Luft brauchen wir für unser Wohlbefinden. Sie liefert nicht nur den lebensnotwendigen Sauerstoff, sondern verschont uns auch vor ungesunden oder gar giftigen Stoffen. Lesen Sie jetzt, wie Sie Ihre Raumluft langfristig verbessern!

Nahrung für den Winter haltbar machen ist eine Jahrhunderte alte Zubereitungsmethode. Und zurzeit erfährt das Einkochen und Einlegen sein großes Revival. Welche Möglichkeiten Sie haben und wie welche Lebensmittel haltbar gemacht werden - wir sagen es Ihnen.

Der durch den Betrieb von TV-Gerät, PC, Handy und Co in unserem Zuhause entstehende Elektrosmog ist für viele Menschen störend. Wie Sie ihn vemeiden oder zumindest minimieren können, erfahren Sie hier.

Unbestritten ist die Emission von Mikrowellenstrahlung bei Handys, auf die manche Menschen sensibel reagieren. Wer bei der Gesundheit sicher gehen will, sollte den Gebauch minimieren. Vor Abschirmungen wird gewarnt.

Sie reagieren empfindlich auf elektrische Spannungsfelder? Wenn Sie einige Dinge berücksichtigen, dann können Sie Ihr Problem leicht in den Griff bekommen. Die beste Methode ist, wenn Sie zumindest Ihren Schlafplatz frei von Stromleitungen halten.

Bei Temperaturen über 30 Grad wird es im Inneren von Gebäuden rasch ungemütlich - stickig und heiß. Wir haben ein paar essentielle Tipps, wie Sie es trotz großer Hitze kühle Räume schaffen und es so auch in Ihrer Wohnung aushalten.

Die Nager im Keller, die Krabbler im Bett und Motten im Schrank. Ungeziefer gibt massig. Während wir es im Garten ja noch ertragen, werden die Schädlinge in unseren vier Wänden zum echten Problem. Hier ein Überblick über die unerwünschten Hausbesucher.

Hausarbeiten wie Staubwischen und Staubsaugen können zur Qual werden für Allergiker. Der aufgewirbelte Staub lässt die Nase fließen, verursacht Niesreiz und juckende oder sogar tränende Augen. Wie wird man den Staub los, ohne dass man dabei zu sehr leiden muss?

Heuschnupfen und Pollenallergien plagen viele von uns jedes Jahr von neuem. Da hilft nur noch Schotten dicht und abwarten. Oder Sie greifen zu einem speziellen Fenster-Pollenschutzgitter.