Wildkräuter & Wildobst - Essbares vom Wegesrand

Es muss nicht immer der Supermarkt oder das eigene Beet sein - Wildkräuter und Wildobst erleben ein Revival. Gut so! Denn es ist kaum zu glauben, wie viel essbares am Wegesrand oder auf Freiflächen wächst.

Die Kultivierung von Nutzpflanzen durch den Acker- und Gartenbau ist beinahe so alt, wie die Menschheit selbst. Doch noch unsere Großelterngeneration erntete auch gerne das, was die Natur umsonst hergab. Mittlerweile erlebt das Wissen um essbare Wildpflanzen ein Revival. Die wichtigsten von ihnen stellen wir Ihnen hier vor.

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Bärlauch

Spaziergänger kennen seinen starken Knoblauchduft, wenn sie durch die Wälder Österreichs streifen. Im Frühling (März und April) gedeiht Bärlauch großflächig um die Stämme von Laubbäumen herum. Zwar sind auch seine weißen Blüten essbar, aber die Blätter schmecken besser, solange er noch nicht aufgeblüht ist. Sorge bereitet manchem Spaziergänger seine Ähnlichkeit zu den hochgiftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen. Wichtigster Unterschied: der Knoblauchduft. Außerdem hat beim Bärlauch jedes Blatt einen eigenen Stängel, die Unterseite ist matt, während die Oberseite des Bärlauch glänzt. Doch wer sich nicht ganz sicher ist, besser Finger weg.

Gut für: Pesto, aromatisiertes Öl, um Nudel- oder Spätzleteig zu verfeinern


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Brennnessel

Sie wuchern wie verrückt und lösen bei Hautkontakt juckende Bläschen aus – aber sie schmecken wunderbar nussig! Vom Frischverzehr wird an dieser Stelle selbstverständlich abgeraten, wobei der Rohverzehr mit ein paar Tricks durchaus möglich ist. Sorgfältig in einem Geschirrhandtuch zerrieben zerstört die feinen Härchen, die fürs Brennen zuständig sind, und Sie können die Brennnessel gefahrlos über eine Suppe streuen. Am sichersten bleibt es aber die Blätter kurz zu erhitzen, bzw. zu blanchieren.

Gut für: Suppen, Frischkäse-Aufstrich, als Spinatersatz und natürlich Tee


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Gänseblümchen

Ihre weißen Blütenblätter verschönen nicht nur jede Wiese, sie gelten auch als hoffnungsvolles Orakel für Verliebte. In der Küche bzw. auf dem Teller, geben sie eine ebenso hübsche, wie essbare Dekoration ab. Aber auch die Blätter vom Gänseblümchen sind genießbar und können für Suppen und Soßen verwendet werden.

Gut für: Deko, Suppen und Soßen


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Löwenzahn

GartenbesitzerInnen sehen ihn in erster Linie als Unkraut an, aber Löwenzahn, vor allem der junge, ist durchaus schmackhaft und wird häufig für Salat verwendet. Besonders in Kombination mit hartgekochten Eiern ist er ein Genuss. Neben Wurzelwerk und Blättern sind auch die Blüten essbar, welche gerne mit Wasser und Zucker als „Honig“ eingekocht werden.

Gut für: Salat, Suppe - die Blüten als Chutney und Honig


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Sauerampfer

Finden lässt sich der Sauerampfer vor allem auf den sogenannten Fettwiesen. Sein fein-säuerliches Aroma passt wunderbar zu Salaten, aber er ist auch eine hervorragende Zutat für schmackhafte Suppen. Im Frankfurter Raum ist Sauerampfer übrigens ein wichtiger Bestandteil für die regionale Spezialität der „grünen Soße“. Ganz allgemein passt er ideal zu Milchprodukten wie Sauerrahm, Joghurt oder Topfen.

Gut für: Salate, kalte Soßen, Suppen


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Vogelmiere

Kennen Sie nicht? Kennen Sie doch! Die Vogelmiere wächst nahezu überall. Ob Wiese, Wegesrand oder Schutthaufen, wir sind schon tausende Male an ihr vorbei gegangen, ohne sie zu beachten. Früher war das anders, da sie unseren Vorfahren bis in den tiefen Winter hinein wichtige Vitamine lieferte. Genießbar ist alles an ihr und sie kann auch das ganze Jahr über geerntet werden.

Gut für: Pesto, Salate, Aufstriche


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Hagebutte

Ein Männlein steht im Walde, ganz still und stumm … Ja, bei diesem Kinderlied handelt es sich um die Hagebutte. Am ehesten fällt uns natürlich der Hagebuttentee ein, doch die Früchte der Wildrose können auch für andere Delikatessen verarbeitet werden.

Gut für: Tee, Soße (Wildgerichte!), Likör, Marmelade


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"Dirndl"

Im allgemeinen Sprachraum ist die Dirndl besser als Kornelkirsche bekannt. Bei uns in Österreich wird sie am liebsten (oder häufigsten) zu Schnaps und Marmelade verarbeitet. In Kombination mit Erdbeeren verfeinert sie aber auch immer öfters Süßspeisen.

Gut für: Schnaps, Marmelade, Süßspeisen, Konfekt


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Holler

Kaum eine Wildpflanze, die im städtischen Gebiet öfters vorkommt als der Holler. In vielen Gärten, Parks oder Freiflächen blühen seine Dolden im Frühling weißgelb und verbreiten ihren süßlichen Duft. Wird bis Ende August gewartet, reifen aus den Blüten tiefschwarze, extrem vitaminreiche Beeren. Sowohl Blüten wie auch Früchte können vielfältig verarbeitet werden.

Gut für: Sirup, Hollerröster, Marmelade, Gelee, Blüten in Bierteigmantel


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Datum: 24.08.2016

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