wohnwagon – stylisches Wohnen auf Rädern

Bei vielen Messen und Publikationen schlägt er bereits hohe Wellen: der wohnwagon. Ein österreichisches Team rollt dank ihm gerade den Markt für innovatives und autarkes Wohnen auf. Ziel: den Kunden sein eigenes Ding machen lassen – mit einem mobilen Heim im Grünen.

Die Menschen zieht es in die Städte, trotz immer knapper werdenden urbanen Wohnraums. Hier erhoffen und erwarten sie sich Arbeit und Wohlstand. Dennoch sehnt sich ein Großteil nach der Natur. Nach grünen Wiesen und Wäldern, nach Vogelgezwitscher und nach selbst angebauten Tomaten. Genau in diese Ambivalenz zwischen naturnahem Rückzug und moderner Flexibilität schlagen Theresa Steininger und Christian Frantal mit ihrem wohnwagon. Ein ökologisch einwandfreies Minihaus auf Rädern, ausbaufähig bis zur kompletten Autarkie, aber auf jeden Fall leicht zu versetzen. Und obendrein auch noch absolut stylisch! Der wohnwagon setzt gekonnt ein selbstbewusstes Statement: Lust an der Welt von heute, nur zu anderen Regeln.

Vive la revolution!

Den wohnwagon gibt es in zwei Größen. Einmal mit sechs Metern Länge und 15 qm Grundfläche, einmal mit zehn Metern Länge und 25 qm Fläche. Bei der größeren Variante schafft ein ausfahrbarer Erker zusätzlichen Raum (bis zu 33 qm!). Dennoch, eines ist dem Konzept wichtig: Die Reduktion auf das Wesentliche. Wie viel Eigentum benötigen wir wirklich, um glücklich zu sein?

Besonderes Augenmerk liegt auch auf der Autarkie. Wer möchte, kann seinen wohnwagon so aufrüsten, dass er gänzlich unabhängig vom öffentlichen Versorgernetz lebt – ohne auf Heizung, Kochstelle, Dusche oder Toilette verzichten zu müssen. Es bedeutet aber auch, dass die Fäkalien selbst entsorgt werden müssen. Idealerweise als Dünger unter die Sträucher im Garten. Doch keine Sorge, das ausgeklügelte Bio-Toiletten-System hat den Ekel- und Stinkfaktor quasi auf Null reduziert.

On the Road, aber nur ein bisschen

Als Urlaubsvehikel ist der wohnwagon zu schwer. Eine Straßenzulassung ist zwar machbar, aber eigentlich sind die Räder unter der Karosserie als Option gedacht. Als Möglichkeit, in fünf oder zehn Jahren nicht mehr in der Steiermark zu stehen, sondern an Portugals Algarve-Küste. Autarkie bedeutet nämlich auch ungebunden sein. Frei von einer Entscheidung bis in alle Ewigkeit. Wer sich nicht gleich komplett von Stadt- und Weltwirtschaft abnabeln möchte, für den hat das Team von wohnwagon auch nützliche Selbstmach-Tipps oder Dinge parat, die ein konsumkritisches Anderssein erleichtern: Im Online-Shop gibt es von der Bambuszahnbürste bis zum stromlosen Smartphonelautsprecher aus Holz alles, was zumindest den Anfang aus dem Wegwerf-Wahnsinn erleichtert.

 


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Datum: 03.05.2016

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