Lamellenfassaden: Material, Konstruktion, Vorteile

Sie ist Sonnenschutz, Wohnklimaregulator und optischer Hingucker in einem – die mit Lamellen verbaute Außenfassade. Welche Materialien eingesetzt werden, wie konstruiert wird und was die Vorteile sind, erfahren Sie hier.

Als Lamellenfassade bezeichnet die Architektur eine Fassadenkonstruktion, bei der Lamellen großflächig eingesetzt werden. Diese Lamellen können aus Glas, Beton, Holz, Blech oder Keramik, mit Solar- oder Photvoltaikpaneelen bestehen und in verschiedener Dimension, Breite und Höhe gestaltet sein.

Konstruktiv beschatten

Die Lamellen bilden einen baulichen Sonnenschutz am jeweiligen Gebäude, da sie die direkte Sonneneinstrahlung verhindern, ohne die Sicht nach draußen komplett zu verhindern. Ohne gute Planung läuft hier aber nichts. Der Architekt bzw. Konstrukteur wird dafür die Gebäudeausrichtung und den Sonnenstand/den Sonnenverlauf analysieren, die Lamellen in einem entsprechenden Winkel und in einer passenden Dimensionierung planen, sodass auch bei direkter Sonneneinstrahlung beschattet wird. Besonders wichtig ist das bei festen Lamellen. Ob diese horizontal oder vertikal ausgerichtet sind, hängt nicht zuletzt von der Form und dem Stil des Gebäudes ab.

Nik Frey/shutterstock.com © Nik Frey/shutterstock.com

Welches Material?

Holzlamellen erinnern an vorgehängte Fassaden aus Holz, können filigran bis massiv ausgebildet sein und verleihen dem Haus einen ganz warmen, gemütlichen Charakter. Die Holzlamellen werden dabei in großen Abständen oder sehr dich gesetzt, verwendet wird normalerweise witterungsbeständiges Holz wie die heimische Lärche oder Douglasie. Steinlamellen kommen um einiges wuchtiger daher und geben dem betreffenden Gebäude auch eine ganz andere Ausstrahlung, als das Holz. Bei Lösungen aus Stein wird meist kleinflächiger gearbeitet und eine Symbiose mit der Fassade angestrebt.

Taufik Kenan/Colt International GmbH © Taufik Kenan/Colt International GmbH

Glaslamellen finden sich im privaten Bereich eher selten, sind aber besonders bei öffentlichen Firmen- und Bürogebäuden beliebt. Die Bauten wirken freundlicher, heller und moderner, einfach strahlender. Die Glaslamellen, fix oder lenkbar, sind oft sind Photovoltaik- oder Solarzellen integriert, und sorgen so nicht nur für eine effiziente Verschattung, sondern erzeugen auch gleich noch Energie. Auch beliebt und besonders aufgrund ihrer Pflegeleichtigkeit und Witterungsbeständigkeit von vielen ArchitektInnen und BauherrInnen geschätzt sind Lösungen aus Lochblechfassaden, Aluminium sowie Lamellen aus Keramik oder Kunststoff.


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Datum: 25.05.2016

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