Mit der Sonne heizen

Die Heizsaison kann ganz schön teuer werden. Wie Sie mit der Sonne und dem richtigen Sonnenschutz Geld sparen und das Raumklima verbessern, erfahren Sie hier.

Die Heizsaison treibt so einige verrückte Blüten, wenn es darum geht, wie die in vielen Haushalten noch immer teure Energie gespart werden könnte. Welche Rolle die Sonne dabei spielen kann, erklärt Johann Gerstmann vom Bundesverband Sonnenschutztechnik. Die Lösung für kleinere Heizrechnungen ist so einfach wie logisch: Die Sonne zum richtigen Zeitpunkt ins Haus lassen und wieder aussperren, sobald Sie genug davon haben. Gerstmann: „Wer seine Gläser nicht verbaut, sondern nur bei Bedarf mit einem Rollladen, einem Raffstore, einer Markise oder einem Fensterladen beschattet, kann seine eigenen vier Wände kostengünstig und effizient beheizen.“

In Zahlen betrachtet

Niedrigstenergie- oder Passivhäuser von heute bekommen bis zur Hälfte ihrer Heizwärme von der Sonne. Voraussetzung ist eine energieeffiziente Bauweise und die tägliche Nutzung der solaren Gewinne. Mit gewöhnlichem Wärmeschutzglas plus dynamischem Sonnenschutz geht das. Während der Sonnenstunden wird das Beschattungssystem weggefahren und die Wärme strömt ins Haus. Nach Sonnenuntergang werden die Sonnenschutzvorrichtungen dann geschlossen, mit dem Vorteil, dass die Fenster zusätzlich einen Wärmeverlust verhindern. Zudem wird so in den kühleren Nachtstunden die Temperatur der Glasflächen höher gehalten, und unangenehme Zugerscheinungen werden vermieden.

Starre Sonnenschutzsysteme überdenken

„Die alten Rezepte funktionieren einfach nicht mehr: Viele Planer bauen Häuser mit meist großen südorientierten Fenstern und wirken der sommerlichen Überwärmung durch Überdachungen, Auskragungen und Vorbauten entgegen. Die hoch stehende Sommersonne wird in diesen Entwürfen abgeschattet und die tiefe Wintersonne in die Gebäude gelassen. Solange viel Wärme über schlecht gedämmte Fassaden und Fenster verloren ging, reichte die eingefangene Sonnenwärme nicht aus, diese Verluste wettzumachen – von Überwärmungsrisiko keine Spur. Heute errichtet man energieeffiziente Neubauten oder sanierte Bestandsgebäude thermisch, und diese Entwicklung ist unumkehrbar! Die Wärmeverluste der Gebäudehülle betragen nur noch ein Zehntel gegenüber früher, und die Wärmegewinne durch die Sonne sind durch größere Glasflächen deutlich höher. Durch die nun positive Energiebilanz von Verglasungen können von Süd-West bis Süd-Ost orientierte Räume auch im Winter, aber vor allem in der Übergangszeit überwärmen und unbehaglich werden!“ Dann hilft laut Johann Gerstmann nur eines: Häufiger lüften – was jedoch die Raumluft sehr trocken macht.

Die Dosis macht's

Wer den Licht- und Wärmeeintrag wirklich perfekt dosieren will, automatisiert ihn und kann sich so sicher sein, dass sein Heim rund ums Jahr wohltemperiert und fein belichtet ist. Eine Sonnenschutzanlage ist heute mehr denn je ein Teil der Haustechnik wie auch die Heizung, die Beleuchtung oder die Komfortlüftung. Die verfügbaren Steuerungen sind so weit perfektioniert, dass die Benutzer möglichst selten auf einen Bedienknopf drücken müssen, ohne dabei vom System entmündigt zu werden.


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Datum: 11.11.2016

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