Zu Besuch bei …Christina Lehner & Familie Grothe

Was mit Überzeugungskraft, Expertise und viel Geduld möglich ist, hat Christina Lehner an ihrem ebenerdigen Altbau bewiesen. Eine Homestory, die zeigt, wie aus einem Lagerraum ein Wohnnest wurde.

Ein seit vielen Jahren leer stehendes Lager, muffig, feucht und ohne Keller, in Eigeninitiative und von Profis unterstützt, zur Traumwohnung verwandelt. Was eigentlich das Privat­atelier inmitten von Wien werden sollte, entpuppte sich schnell als kompletter Sanierungsfall. „Es war Liebe auf den ersten Blick!“, rechtfertigt die Grafik­designerin die Entscheidung, das Großprojekt anzugehen. Ganz wichtig war Christina Lehner in der Sanierungsplanung und -umsetzung, dass die Räumlichkeiten irgendwann wieder „atmen“ können.

Alexander Felten, www.foto-agent.at © Alexander Felten, www.foto-agent.at

Nachhaltigkeit hat Priorität

„Ich wollte diese automatisch aufkommende Vorstellung vom kalten, feuchten Keller, in dem man sich eingesperrt fühlt, auf keinen Fall in der Wohnung haben.“ Glasschaumschotter als Bodendämmung, nicht ganz nach außen gezogener Fließ­estrich und Ziegelmauern mit Luft nach oben, Vorsatzschalen und natürlicher Sumpfkalk an den Wänden sowie Lüftungsgitter am Boden sorgen genau dafür. Für die Umwidmung zum Wohnraum mussten übrigens 27 Miteigentümer überzeugt werden. „Ein langwieriges, schwieriges Unterfangen!“, wie die Besitzerin heute weiß. Aber ohne diese Umwidmung könnte die außergewöhnliche Wohnung nun nicht das Heim der Familie Grothe sein.

Vom muffigen Lager zum Familiennest

„Wir wohnen seit 2014 hier und werden – so es die Jobs zulassen – so schnell auch nichts daran ändern. Wir fühlen uns sehr wohl in unseren vier Wänden!“, betont Victoria Grothe. Die zweifache Mutter hat übrigens ihr ausgemachtes Lieblingsplatzerl in der Wohnung: Ein Sessel direkt am Fenster, der ihr einen Überblick über die Wohnung und den Garten erlaubt.

Möbel mit Charakter und Charme

„Unsere Möbel sollen Charakter und eine spezielle Bedeutung für uns haben. Allein schön sein reicht mir da nicht aus. Materia­lien spielen hier eine zweitrangige Rolle – lediglich auf Synthetik versuche ich zu verzichten.“ Wenn man sich so umsieht, ist es irgendwie auch schlüssig, dass sich in der Wohnung nicht allzu viel technische Spielereien finden. Die Musikanlage – und bei vier Meter hohen Räumen darf die schon was können – ist von hoher Qualität und via Smartphone steuerbar. Und der Fernseher wurde ersetzt durch einen Bildschirm, mit dem Netflix & Co. geschaut wird. Wichtiger als ein Smart Home ist der Familie nämlich die Wohnung als Rückzugsort und auch als ein Platz für viele gemeinsame Stunden mit Freunden und Verwandten. Die meistgenutzten Räume sind daher auch das offene Wohn- und Esszimmer mit großem Tisch sowie der Garten – vor allem in den wärmeren Monaten des Jahres.


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Datum: 11.09.2017

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