Material, Design, Farbe: Küchentrends und Evergreens

Was sich bei den Interieurtrends abzeichnet, findet in der Küche seinen Höhepunkt: Stein, Holz und Metall, Glas und Keramik bestechen durch ausdrucksstarkes Design und perfekte Verarbeitung.

Die Küche ist Ausdruck der Persönlichkeit, sie spiegelt die Lebenseinstellung und den Geschmack des Besitzers wider und erfüllt die Anforderungen an Funktion, Platz und Technik individuell und qualitativ hochwertig. Egal wofür Sie sich in Ihrer Küche entscheiden, eines ist fix: Der Küchenblock in Holzdekor hat endgültig ausgedient.

Holz und Stein dürfen nicht fehlen

Der Arbeitsplatte aus jahrhundertealtem Naturstein können das scharfe Messer und die heiße Pfanne genauso wenig anhaben, wie der wenige Millimeter dünnen Keramik- oder Glasoberfläche. In Kombination mit zurückhaltendem Möbeldesign und edlen Einbaugeräten entsteht ein ästhetisches Gesamtes. So findet sich der dunkle Schiefer der Arbeitsplatte in den Fronten der Hängeschränke wieder, und das satinierte Glas der Arbeitsoberfläche wiederholt sich am Esstisch.

Strasser Steine © Strasser Steine

Beliebtester Werkstoff für Küchen ist aber nach wie vor das Holz. Vorzugsweise massiv oder auch furniert, vom hellen Ahorn bis zur dunklen Eiche, natürlich geölt, gebürstet oder sägerauh mit lebhafter Maserung – die Palette an Angeboten und Möglichkeiten ist groß wie nie. Wie beim Naturstein darf es auch beim Holz ein bisschen plumper sein. Die Arbeitsplatten wirken, als wären sie direkt aus dem Baum gehauen und vermitteln so der Küche ein stabiles, uriges und rustikales Aussehen. Apropos rustikal: Immer wieder totgesagt und doch beliebt wie nie zuvor ist die Landhausküche – stilvoll und zeitlos adaptiert an heutige Ansprüche.

Claude Smekens, Authentic Kitchens © Claude Smekens, Authentic Kitchens

Liebe zum Detail

In Sachen Design verschmelzen Einrichtung und Technik immer mehr miteinander. Waren es bisher nur die Fronten, die angepasst werden konnten, können inzwischen auch die Griffe der Einbaugeräte ident mit jenen der Küche bestellt werden. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und ergibt so ein einheitliches Bild – die Küche wie aus einem Guss. Und auch hinter den Fronten passiert viel. Schubladen – gerade in den grifflosen Varianten – öffnen sich per Fingertipp dank elektronischem Impulsgeber und lassen sich genauso einfach und leise wieder schließen. Riesige Apothekerladen, Taschentüren, die komplett zwischen den Schränken verschwinden, ausziehbare Korbsysteme, und clevere Ecklösungen wie etwa Winkelschränke, sorgen für jede Menge Stauraum. Dazu noch ausgeklügelte Beleuchtungskonzepte, die ganz bewusst Akzente setzen und endgültig Schluss machen mit dunklen, ungenutzten Nischen in der Küche

Und die Farben?

Zwar geht der Trend generell eher hin zur zurückhaltenden Farbgebung, doch auch die Liebhaber des Bunten müssen nicht selbst zum Pinsel greifen. Von Komplettausführungen in knalligem Zitrusgelb, Mango oder Kirschrot bis hin zu sattem Kobaltblau oder Limettengrün und vor allem Orange findet sich für jede Vorliebe was.

Schüller Küchen © Schüller Küchen

Die Ruhigeren setzen auf Farbtupfer: offene Regale, Steckborde oder einzelne Fronten in Gelb, Grün, Blau oder Rot wirken perfekt in Kombination mit den passenden Holztönen oder schlichtem Weiß beziehungsweise Schwarz.


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Datum: 12.11.2015

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