Sind Mikrowellen schädlich oder nützliche Haushaltshilfe?

Sie ist den Kinderschuhen längst entwachsen und ein schier unverzichtbares Hightech-Gerät, das in keiner Küche fehlen sollte. Lesen Sie hier, wie sie funktioniert, was die Mikrowelle kann und worauf man beim Kauf achten sollte.

Noch vor einigen Jahren waren die Mikrowellenherde für viele ein Buch mit sieben Siegeln, suspekt, unbegreiflich und nicht unumstritten. Mittlerweile weiß man/frau, dass im so genannten Magnetron elektromagnetische Schwingungen mit etwa 2450 MHz erzeugt und in den Kochraum geleitet werden. Die Wellen durchdringen die Speisen oder Getränke und erwärmen diese durch die entstehende Reibung bis max. 95 Grad Celsius.

Vorteile:

  • Energiesparend
  • Kein Anbrennen
  • kurze Garzeiten
  • gesunde Zubereitung
  • einfache Reinigung


So wird das Gargut aufgetaut, erwärmt oder sogar gegart, bleibt aber ungebräunt. Viele Geräte haben daher eine integrierte Grillfunktion, so dass das Sonntagshenderl nicht nur durch sondern auch appetitlich knusprig wird. Manche Modelle brillieren auch mit einer Heißluftfunktion, dank der auch ein kleiner Kuchen schnell zubereitet oder Gebäck aufgebacken ist. Ist der Zubereitungsvorgang abgeschlossen, gibt die Mikrowelle deutlich Laut. Sollten Sie nicht sofort servieren wollen, schalten manche Geräte selbsttätig auf eine Warmhaltefunktion. Red dot award produktdesign 2012: Einbauherd mit Mikrowelle von Bosch

Nicht jedes Geschirr ist geeignet

Allgemein bekannt sein dürfte, dass Metallgeschirr für die Mikrowelle ungeeignet ist. Aber warum? Das Metall würde die Wellen nämlich reflektieren und das Gargut bliebe kalt. Davon abgesehen können die zurückschlagenden Wellen das Gerät selbst beschädigen. Verwenden Sie in der Mikrowelle also nur Geschirr aus Glas, Porzellan und hitzebeständigem Kunststoff (Hinweise auf der Verpackung beachten!). Auch Pappgeschirr eignet sich gut.

Die meisten Modelle verfügen über einen gläsernen Drehteller, durch dessen Bewegung eine gleichmäßigere Erwärmung des Gargutes gewährleistet wird.

Sicher ist sicher

Ein Mikrowellenherd darf niemals leer in Betrieb gehen. Die Wellen würden sonst vom Gehäuse reflektiert werden und das Gerät dadurch Schaden nehmen (ähnlich wie bei Verwendung von Metallgeschirr).
Legen Sie niemals Gargut in Alufolie ins Gerät und verwenden Sie kein Porzellan mit Goldrand oder anderen metallischen Verzierungen. Aufgrund entstehender Lichtbögen könnten dünnschichtige Metalle schmelzen!

Ist das Gerät in Betrieb muss die Tür geschlossen bleiben, um ein Austreten der Wellen zu verhindern, deshalb schalten die meisten Geräte beim Öffnen sofort ab.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Gerät einen integrierten Thermoschalter hat, der bei Überhitzung automatisch abschaltet. Wichtig: Die Inbetriebnahmesperre als Kindersicherung.


AutorIn: (08.06.2012), ursprüngl. (08.06.2012)


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