Wandverbau: Stauraum vom Boden bis zur Decke

An allen Seiten umbauter Raum ist oft die einzige Möglichkeit, ausreichend Platz für all jenes Inventar zu schaffen, das den modernen Menschen begleitet. Fernab von der Wohnwand in Eiche massiv: Individuelle Wandverbauten.

Wandverbauten laden geradezu zum Selbstbau ein. Wer sich eine komplette Planung nicht zutraut, kann auch einfach auf Grundelemente aus den entsprechenden Regal- und Kastenserien der Möbelhäuser zurückgreifen und die Konstruktion nach eigenen Bedürfnissen ausbauen, umbauen und ergänzen. Dank verschiedener Rastermaße mit unterschiedlichen Tiefen und Breiten ist eine individuelle Lösung, abgestimmt auf Ihren Raum, keine Hexerei. Aus fixfertigen Standardelementen eines Schranksystems und modifizierten Serienteilen lässt sich eine preiswerte Vollverbau-Kombination für den Wohn- und Schlafbereich zusammenstellen, die sonst nur als teures Maßmöbel zu haben wäre.

Serien individualisieren

Bei Altbauwohnungen mit einer Raumhöhe von knapp drei Metern gilt es, auch das Volumen oberhalb der Standardelemente sinnvoll zu nutzen. Erreicht wird dies mit Oberschränken, die zusätzlich auf die Kästen und Regale montiert werden und anschließend im Verbund mit diesen eine homogene Front bilden.

Fehlende Zeit für aufwändige Tischlerarbeiten ließe sich durch diesen sehr ökonomischen Aufbau wettmachen: Als Basis dienen Einlageböden aus dem verwendeten Schrankprogramm, die naturgemäß bereits das richtige Breitenmaß aufweisen. Die gleichen Platten können auch für die Seitenteile der Oberschränke verwendet werden. Ein eventuell aufgrund der vorgegebenen Maße verbleibender Restbereich zwischen Oberschrank und Decke lässt sich mit einer Blende füllen.

Etwas mehr Phantasie ist bei den Türen gefragt, die in den benötigten Maßen meist nicht erhältlich sind. Dazu am besten eine Standardschranktür in zwei Teile schneiden. An den Schnittkanten werden furnierte Platten mit einer aufgeleimten Hartholzleiste besäumt, bei Laminatplatten hilft eine aufgebügelte Umleimerkante. Bestehende Topfbohrungen zum Einbau der Türbänder werden sorgfältig mit Plattenresten ausgefüttert und die originalen Bänder durch solche in Aufbauausführung (erhältlich beim Beschlägespezialisten oder im Baumarkt) ersetzt. Für die perfekte Optik werden die Türen der Oberschränke am besten etwas größer als nötig ausgeführt, sodass sie nach oben hin über die Schrankkanten hinausragen.


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Datum: 08.06.2017

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