Immobilien verkaufen: Do's and Dont's

Eine Immobilie zu verkaufen erfordert viel Erfahrung und Feingefühl für kritische Details. Welche das sind, weiß Robert Posch von Posch Immobilien.

Wenn Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung verkaufen wollen, ist es mit einem Inserat nicht getan. Bevor die Transaktion unter Dach und Fach ist, erwarten Sie Besichtigungen, zumindest ein Termin beim Notar, es müssen Grundbucheintragungsgebühren und Steuern einkalkuliert werden und auch nach erfolgtem Deal müssen Sie noch mit Beanstandungen der Käufer rechnen.

Nur wer die wichtigsten Grundregeln kennt und beachtet, hat gute Chancen auf einen erfolgreichen und beidseitig zufriedenstellenden Verkauf.

DO: Feingefühl zeigen

Eine gewisse emotionale Distanz zum Objekt trägt erfolgreichen Verhandlungen auf jeden Fall bei. Das „Schmuckstück von Kamin“, das Sie so sehr lieben, ist letztlich Geschmackssache und ruft bei den neuen Eigentümern vielleicht nicht die erwartete Reaktion hervor. Deshalb ist es wichtig, auf Kleinigkeiten zu achten: Lächeln die Interessenten? Malen sie sich bereits ein konkretes Bild davon aus, wo die Couch Platz hätte? Auch skeptische Blicke geben noch keinen Grund, die Hoffnung aufzugeben. Vielleicht sind die Leute grundsätzlich skeptisch oder es gab Zoff während der Fahrt. Je nachdem lässt sich der Fokus des Interesses mit genügend Feingefühl leiten, das Gespräch besser führen und angebracht argumentieren.

DON’T: „Schönreden“

Sie ziehen um, weil Sie mit dem Haus nicht zufrieden sind? Auch dann ist es besser, wenn potenzielle Käufer möglichst neutral und sachlich über etwaige Mängel informiert werden und Sie im Idealfall auch schon wissen, wie diese Mängel behoben werden können und wie viel das realistisch kosten wird.

Schäden oder technische und andere Gebrechen dürfen auf keinen Fall verschwiegen werden! Die künftigen Besitzer haben das Recht, über bekannte Mängel informiert zu werden. Ehrlichkeit siegt – und kann Ihnen einen Haufen Ärger sparen!

DO: Kleine Handgriffe

Je gepflegter eine Immobilie, desto besser lässt sie sich verkaufen. Deshalb lohnt es, etwas Zeit und Liebe in das Objekt zu stecken, bevor die ersten Besichtigungen losgehen. Wägen Sie ab: Ein paar Liter Farbe und etwas Zeit für einen neuen Anstrich des Gartenzauns kann entscheidend zur Kaufentscheidung beitragen, der erste Eindruck ist der wichtigste.

Dass eine saubere und ordentliche Wohnung besser ankommen wird, als ein „Messi-Palast“, ist klar. Ob es sich rentiert, größere Geldbeträge für eine Sanierung zu investieren, ist individuell zu entscheiden. Schon an Home Staging gedacht? Dabei unterstützen Sie Profis beim Adaptieren von Räumen oder der kompletten Immobilie zum Zweck der Verkaufsförderung mittels gezielten Einsatz von Möbel, Farbe, Licht und Fußbodengestaltung, bis hin zum richtigen Duft in den vier Wänden.

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DON’T: Unrealistische Preisvorstellungen

Oft bieten private Eigentümer „Haus und Hof“ zu unrealistischen Preisen an. Verständlich, ist doch das eigene Zuhause noch immer das wertvollste, schönste und beste Heim, das man sich vorstellen kann – auch wenn es verkauft werden soll.

Bedenken Sie jedoch: Je länger eine Immobilie zu haben ist, desto höher fällt in der Regel die Wertminderung aus! Auch wenn der Markt sich grundsätzlich in eine positive Richtung entwickeln sollte, die Praxis zeigt, dass lange Verweildauern am Markt nicht nur den Aufwand für Pflege und Instandhaltung des Objekts mit sich bringen. Immobiliensuchende tendieren dadurch auch zu Zweifel, denn: „Da muss es doch einen Haken geben“.

DO: Aufgabe ernst nehmen

Bevor Sie Ihr Objekt am Markt anbieten, sollten Sie auf jeden Fall die Antworten zu folgenden Fragen kennen:

  • Wie ist die aktuelle Marktsituation?
  • Wieviel ist mein Haus, meine Wohnung, mein Grundstück wert?
  • Wofür hafte ich als Verkäufer gegenüber dem Käufer?
  • In welchem technischen Zustand befindet sich mein Haus?
  • Wie gehe ich mit rückwirkenden Gewährleistungsansprüchen um?
  • Was bleibt mir vom Hausverkauf nach Steuern?
  • Wie verkaufe ich rechtssicher und wer garantiert mir, dass der Käufer dann auch zahlt?


Datum: 14.03.2016

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