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 Gesundheit 
v.l.n.r.: Alida Binder (Geschäftsinhaberin) Harald Binder, Waltraud Amstler (Bett Designerin), Oberarzt Dr. Thomas Rustler und Univ-Prof. Prim. Dr. Hans Tilscher. © Hueslernest

Richtig liegen, gesund schlafen und leicht aufstehen


Prim. Univ.-Prof. Dr. Hans Tilscher befasst sich als Präsident der Gesundheitsaktion "SOS Körper" unter anderem mit dem "richtigen Liegen". Im Hüsler-Nest Fachgeschäft der Familie Binder (1070 Wien) präsentierte er die Tipps dazu.

Ein Drittel des Lebens verbringt der Mensch im Bett. Korrekturen am Bett und am Liegeritus sind notwendig, wenn beim Niederlegen oder nach der Nachtruhe diverse Wirbelsäulenprobleme auftreten.

So liegen Sie richtig:

Seitenlage:
Beim richtigen Liegen in Seitenlage muss die Gestaltung des Bettes so sein, dass die Wirbelsäule - wie bei der schönen aufrechten Haltung im Stehen - keine schweren seitlichen Verkrümmungen aufweist. Dies bedeutet, dass das Bett nicht so weich sein sollte, dass die gesamte Wirbelsäule seitlich durchhängt. Andererseits sollte das Bett aber auch nicht so hart sein, dass Schulter und Becken seitlich so aufliegen, dass nun die dazwischenliegenden Wirbelsäulenabschnitte durchhängen. Ruht man in Seitenlage, so sollte der Polster so dick sein, dass er auch bei Kompression mindestens Faustdicke aufweist, damit der Kopf nicht zur Unterlage hinunterhängt, aber auch nicht von der Unterlage weggedrängt wird.

Rückenlage:
Auch beim richtigen Liegen in Rückenlage sollte das Bett keine schwere Verformung der Wirbelsäule ermöglichen. Die immer wieder geäußerte Meinung, ohne Kopfkissen käme es zu einer besseren Durchblutung des Kopfes, ist nicht zutreffend. Ganz im Gegenteil: durch die maximale Kopfretroflexion, die beim Senior noch durch einen Rundrücken verstärkt sein kann, kommt es oft zur Drosselung der Halswirbelsäulenarterien und zu Störungen der Hirndurchblutung. Hier sollte das Kissen die Kopfbettung in einer schönen, eventuell sogar in leichter Vorbeugung, gewährleisten.

Bauchlage:
Manche Menschen können nur in Bauchlage schlafen. Auch hier gilt, dass bei gutem Schlaf und solange keine Beschwerden auftreten, Korrekturen nicht unbedingt angebracht sind. Wenn aber der Bauchschläfer am Morgen mit intensiven Kopf- oder Nackenschmerzen aufwacht, muss man daran erinnern, dass aus der Bauchlage - um Luft zu bekommen - eine intensive Kopfrotation resultiert., die aus verschiedenen Gründen eine Fülle von halswirbelsäulenbedingten Beschwerden auslösen kann.








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