Betonbewehrung - Verstärkung des Betons, Zugspannung

Beton alleine weist eine hohe Druckfestigkeit, aber nur eine geringe Belastbarkeit bei Zugspannung auf. Zu Aufnahme von Zugspannungen werden daher Stahleinlagen, die sogenannte Bewehrung, eingebaut und einbetoniert.

Abrechnung

Die Bewehrung wird üblicherweise gesondert abgerechnet. Allgemein erfolgt sie nach den Biegelisten ohne Zuschlag für Gewichtstoleranz und Verschnitt. Biege- und Rödeldraht, Betonabstandshalter und konstruktive Transportarmierung werden nicht gesondert vergütet.

Bewehrungsarten

Folgende Bewehrungsarten (Stahleinlagen) werden im allgemeinen ausgeführt:

  • Rippenstahl (z.B. BSt. 550) in verschiedenen Durchmesser (allgemein 8 bis 40 mm) und verschiedenen Längen
  • Baustahlmatten (z.B. M550) als Schlaufen- oder Sondermatten (S-Matten)
  • Sonderstahl wie z.B. Bi-Stahl
  • oberflächenvergüteter Rippenstahl wie z.B. korrosionsbeständig, epoxyharzbeschichtet, nichtrostend.
  • Verbindungs- und Steckeisen, mit Eisen zur Verbindung von neuen Bauteilen mit bestehenden Bauteilen.

 

Wärmedämmelemente

Bei erforderlichen durchgehenden Bewehrungen in unterschiedlichen Klimabereichen sind zusätzliche wärme gedämmte Elemente einzubauen wie z.B. Wärmedämmelement mit Anschlussbewehrung, z.B. bei Balkonen, Säulen etc. Um Kältebrücken zu vermeiden, werden Wärmedämmelemente (Isokörbe) zwischen außen liegendem, auskragenden, nicht -wärmegedämmten und (innen) im wärme gedämmten Bereich liegenden Betonteilen eingebaut. Diese Elemente bestehen z.B. aus Polystyrol-Hartschaum versehen mit einer durchgehenden gerippten Bewehrung aus Edelstahl und verringern der Wärmeverlust um 40-50%.


Autor:

Datum: 29.03.2010

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