Fertighaus 2018 - Trends und Ausblicke

Auch im vergangenen Jahr war für etwa jeden dritten Bauherrn das Fertighaus erste Wahl. Maßgebliches Argument für die anspruchsvollen KundInnen pro Fertighaus: Der inkludierte Rundum-Service. Und auch 2018 sieht rosig aus.

Die Baubranche boomt. Allerdings fließt der wirtschaftliche Zuwachs nahezu vollständig in Mehrgeschoßwohnungen. Ein- und Zweifamilienhäuser bleiben hingegen relativ konstant. Das ist einerseits ein beruhigendes Faktum für die Fertighausbranche, aber andererseits muss das wichtige Wachstum dort an anderer Stelle lukriert werden. Das geschieht entweder durch die Kooperationen mit Bauträgern, oder mit Hilfe von Expansionen, beispielsweise in den umsatzstarken süddeutschen Raum.

„All in“ - vor allem in Vorarlberg

In einer kürzlich stattgefundenen Pressekonferenz gewährten Gerhard Schuller (rechts im Bild) von der ELK Fertighaus Group und Lukas Sattlegger (Mitte) von Glorit einen umfangreichen EInblick in die Bedürfnisse der KundInnen und die entsprechenden Antworten der Branche. Der Trend geht eindeutig Richtung „ Ausbaustufe schlüsselfertig“. Einfach nur noch die Kisten auspacken und sich sofort wie zuhause fühlen. Das Gesamtpaket inklusive diverser Service-Zusatzangebote ist der Trumpf der Stunde. Aus architektonischer Sicht ist ein modernes Flachdach für viele Interessenten die erste Wahl. Noch wichtiger sind aber hohe Fensterfronten, also viel Licht im Innenbereich, großräumige Badezimmer und natürlich ein minimaler Energieverbrauch. Österreichische Spitzenreiter am Fertighausmarkt sind übrigens die Vorarlberer mit einem Plus von 6,6 Prozent. In Niederösterreich hingegen scheint der Markt zurzeit gesättigt, der Verkauf sank dort 2017 um 0,9 Prozent.

Der Kunde weiß, was er will

Anders als noch vor ein paar Jahren, als die KundInnen in den Musterhausparks von Haus zu Haus gingen und sich ein Bild vor Ort machten, weiß der moderne Käufer schon vor dem ersten Beratungstermin genau, was er will. Internet sei Dank. Die Onlinerecherche vor einem Hauskauf wird immer wichtiger für die KundInnen. Ganz groß sind auch die Schlagworte „360° Rundgang“ und „Virtual Reality“. Gekauft wird - bei aller Digitalisierung - aber immer noch direkt beim Anbieter im Musterhaus. „Das haptische Erlebnis vor dem Vertragsabschluss ist nach wie vor  unumgänglich“, weiß Gerhard Schuller nur zu gut. „Aber die ersten Eindrücke werden mittlerweile ausschließlich im Netz gesammelt.“ Online-Hausshopping wird es also trotz aller Netzaffinität kaum geben. Dafür ist die Anschaffung auch zu weitreichend und kostenintensiv.


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Archivmeldung: 01.02.2018

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