Fertighaus: Zahlen & Fakten rund ums Schnelle Bauen

© wohnnet.at/Alexander Hofbauer Der Geschäftsführer vom Österreichischen Fertighausverband Mag. Christian Murhammer, Präsident des Österreichischen Fertighausverbands KR Dir. Roland Suter und sein Vizepräsident Ing. Josef Gruber präsentierten vor kurzem die erfreulichen Zahlen des ÖFV.

Am liebsten belagsfertig und auf Niedrigenergiestandard – so möchten laut aktueller Marktanalyse Herr und Frau Österreicher ihr Fertighaus. Die Details, Zahlen und Fakten einer erfreulichen 2018er Bilanz für den Fertighaushandel in Österreich gibt es hier.

28 Prozent aller neu gebauten Ein- und Zweifamilienhäuser in Österreich Fertighäuser. In ganzen Zahlen waren das im vergangenen Jahr 2.558 Einfamilienhäuser im Inland und 666 im Ausland. Zum Vergleich: Bei unseren Nachbarn in Deutschland versucht man seit Jahren die 20 Prozent-Marke zu knacken, in der Schweiz bewegt sich der Anteil an Fertighäusern im Neubausegment unter zehn Prozent! Was die Verteilung innerhalb der Bundesländer angeht, bleibt es beim schon in den vergangenen Erhebungsjahren sich zeigenden Ost-West-Gefälle. Während 28 Prozent der Neubauten in Niederösterreich Fertighäuser sind, beläuft sich deren Anteil in den westlichen Bundesländern durchwegs auf unter acht Prozent (Vorarberg

Während die schlüsselfertige und vor allem belagsfertige Ausbaustufe sich seit Jahren die Spitzenplätze teilen, spielt die Ausbaustufe mit knapp acht Prozent eine verschwindende Rolle. In der Infobox sehen Sie die aktuelle 2018er Bilanz des österreichischen Fertighaussegments, erhoben unter den Mitgliedern des Österreichischen Fertighausverbandes und Fertighäusern gemäß ÖNORM B2310, versehen mit dem Gütezeichen Fertighaus.

Passivhaus out, Plus bei belagsfertig

Ein Blick auf die vergangenen Geschäftsjahre zeigt deutlich, wie sehr die Investitionsbereitschaft in das Passivhaus zurückgeht. KR Dir. Roland Suter erklärt das Phänomen: "Wenn man sich den für ein Passivhaus nötigen Aufwand anschaut, steht dieser in keinem überzeugenden Verhältnis zum tatsächlichen Benefit eines Passivhauses." Die Gründe für das schwindende Interesse am Passivhaus liegen demnach in den sehr hohen Anschaffungskosten und nur auf lange Sicht wirklich bedeutenden Energieeinsparungen, die diese Ausgaben amortisieren. Der Anteil an Passivhäusern beträgt laut aktueller Erhebung auch nur noch 0,43 Prozent, Tendenz weiter sinkend.

Der Anteil an verkauften Niedrigenergiehäusern (Energieausweisvorgabe ist ein HWB < 30 kWh/m2a) ist mit über 99 Prozent ganz klarer Anführer bei den Fertighäusern, was nicht zuletzt daran liegt, dass beim Großteil der Fertighausfirmen die Niedrigenergiebauweise heute schon Standard ist. Auch die neue EU-Energieverordnung, die mit 2020 in Kraft treten wird, macht den österreichischen Fertighausanbietern kein Kopfzerbrechen. Schon heute erfüllen über 80 Prozent der Neubauten die strengeren Energiestandards.

Deutlicher Zuwachs bei Großvolumern

Stetig bergauf gehen die Zahlen bei den großvolumigen Fertigbauten. Während es im Jahr 2010 noch 43 Objekte waren, wurden im vergangenen Jahr ganze 120 Mehrgeschoßer (dazu zählen Bürogebäude, Kindergärten, Ämter, Hotels, Firmengebäude,...) realisiert, ein Plus von über vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nimmt man den Export dazu, kann sogar ein Zuwachs von etwa 22 Prozent verzeichnet werden.

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AutorIn:

Datum: 22.03.2019
Kompetenz: Fertighäuser

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