Geschlossene Wasserhaltung

Da Grund-, Oberflächen- und Niederschlagswasser im Grundstück die Planung und Ausführung eines Bauvorhabens maßgeblich beeinträchtigen, ist die Entfernung von Wasser in Baugruben unumgänglich. Hier alles zur Abführung mittels geschlossener Wasserhaltung.

Während die Offene Wasserhaltung relativ schnell an ihre Grenzen gerät, wenn es um die vollständige Entfernung von Wasser aus Baugrundstücken geht, bietet die aufwändigere geschlossene Wasserhaltung mehrere Möglichkeiten, auf die wir nun näher eingehen möchten:

Die Geschlossene Wasserhaltung wird vor allem angewandt, wenn der Grundwasserspiegel unter der Baugrube sehr hoch ist. Ihren Namen hat sie davon, dass im Gegensatz zur offenen Wasserhaltung das Wasser nicht sichtbar, sondern im Erdreich mittels Leitungen, Rohren und Drainagen abgeführt wird. Um den Spiegel abzusenken, werden bereits vor Baubeginn mehrere vertikale Brunnen in die Baugrube gesetzt, Rohrleitungen verlegt und entsprechende Pumpen installiert. Je nachdem, wie groß die betroffene Baugrube ist, wie die örtlichen Begebenheiten sind und welcher Bodenaufbau mit welchem k-Wert (Durchlässigkeit) vorherrschen, wird mittels Schwerkraft- oder Vakuumbrunnen abgesenkt.

Schwerkraft oder Vakuum – vom Boden abhängig

Böden mit höherer Durchlässigkeit (z. B. Sand- und Kiesböden) lassen das Wasser unter Ausnutzung der Schwerkraft einfach dem Brunnen zufließen.

Bei dichten Böden wie Ton oder Schluff funktioniert das nicht, hier muss mit Vakuum gearbeitet werden. ExpertInnen erklären das so: Bei sehr feinen Böden ist das Wasser nicht mehr frei beweglich. Vielmehr haftet es sich durch die so genannte Adhäsion am einzelnen Bodenkorn fest. Erst wenn der Boden über ein Filtersystem unter Vakuum gesetzt wurde, löst sich das Wasser.


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Datum: 12.09.2017

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