Die Kostenkennwerte eines Einfamilienhauses

Hier erfahren Sie, wie sich die Kosten eines Bauprojektes am Beispiel eines durchschnittlichen Einfamilienhaus zusammensetzen.

Generell lassen sich die Baukosten in drei zeitliche Hauptbereiche unterteilen:

Herstellungskosten

sind all jene Kosten (ohne USt), die zur Fertigstellung des Werkes vom Bauherrn aufzuwenden sind. Nicht hinein fallen hier die Kosten des Grunderwerbs sowie die Honorare der Ziviltechniker und Planer. Dazu gerechnet werden

  • allgemeine Bauarbeiten wie Baustelleneinrichtung, Abbrucharbeiten, Schuttabfuhr, außergewöhnliche Gründungen, Arbeiten außerhalb des Gebäudes, Errichtung der Außenanlagen, sämtliche Aufschließungskosten sowie die behördlichen Gebühren
  • alle konstruktiven Arbeiten (also Rohbauarbeiten) im Bereich Erdbau, Maurern, Betonieren, Zimmerern und Isolierungen. Auch die Dachdeckung, Installation von Blitzschutzvorrichtungen und Innenkanalisation zählen hier dazu.
  • Ausbauarbeiten beinhalten dann alle übrigen Tätigkeiten bis zur Fertigstellung. Also Schalungen, Verputz, Verkleidungen, Innenwände, Böden und Bodenaufbauten sowie die gesamte Haustechnik.

Verdeutlichen wir dies anhand von angenommenen Durchschnittswerten für ein Einfamilienhaus in Österreich. Dieses ist rund 130 m² groß, hat einen Keller, ist auf Niedrigenergiestandard ausgerichtet und kostet rund 220.000 bis 300.000 Euro, rein für das Haus, ohne Nebenkosten, ohne Grundstück. Pro Quadratmeter ergibt das einen ungefähren Wert von 1.600 bis 2.300 Euro. Bei gleich hoher Qualität liegen die Preise für Fertighäuser etwa im gleichen Bereich. "Die Kostenplanung ist dank Fixpreisgarantie bei Fertighäusern einfacher und sicherer, da mit vorab definierten Positionen kalkuliert werden kann", streicht Daniel Gruber, Prokurist und Junior-Chef von VARIO-HAUS den Hauptunterschied zur Kostenkalkulation bei Baumeisterhäusern hervor. was hier die Kalkulation sicherer macht, ist die Fixpreisgarantie, auf die sich die künftigen HausbesitzerInnen verlassen können.

Bauteile

Prozentsatz

Aushub/Keller/Rauchfang ca. 20%
Rohbau/Fenster/Dach ca. 47%
Elektrik/Heizung/Sanitär ca. 12%
Putz/Estrich/Innenausbau ca. 21 %

 

Gewerk Prozentsatz
Erdarbeiten und Verführung 2,7 – 4,6 %
Baumeisterarbeiten 39,0 – 48,0 %
Stahlbetonarbeiten 13,7 – 17,3 %
Steinmetz- und Kunststeinarbeiten 0,5 - 1,6 %
Terrazzo, Steinholz etc. 4,0 – 5,2 %
Zimmermannsarbeiten 1,2 – 3,0 %
Spenglerarbeiten 1,4 – 2,4 %
Dachdeckerarbeiten 0,4 – 1,0 %
Tischlerarbeiten 5,4 – 9,0 %
Beschlagsarbeiten 2,2 – 3,0 %
Gewichtsschlosserarbeiten 1,4 – 2,0 %
Glaserarbeiten 0,7 – 1,0 %
Anstreicherarbeiten 2,5 – 3,5 %
Malerarbeiten 0,9 – 1,0 %
Asphaltiererarbeiten 0,4 – 1,0 %
Kanalisierungsarbeiten 0,6 – 0,8 %
Gas- und Wasserleitungsarbeiten 4,8 – 6,9 %
Elektroinstallation 2,2 – 4,7 %

Die Errichtungskosten ergeben sich aus Herstellungskosten plus Honorare für Architekten, Planer und Fachleute. Dazuzurechnen sind hier auch die anfallenden Nebenkosten für Kanal, Versicherungen, Bewilligungen etc. Das heißt, in den Errichtungskosten sind bis auf den Liegenschaftsanteil alle Kosten enthalten. Die Gesamtkosten schließlich ergeben sich aus den Errichtungskosten inklusive Grunderwerb. Mittels praktischer Onlinerechner erhalten Sie schon vorab einen Überblick über das erforderliche Budget für Ihren Haustraum.


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Datum: 25.10.2017

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