Im Null Energie Haus ist keine Energie zum Heizen nötig

Das Null-Heizenergie-Haus benötigt keine von außen zugeführte Energie zum Heizen. Möglich ist dies in unserem Klima nur durch aktive Systeme (sehr große Solaranlage, eventuell mit Saisonspeicher). Die Kosten sind dabei allerdings hoch.

Das Null-Heizenergie-Haus benötigt keine von außen zugeführte Energie zum Heizen. Möglich ist dies in unserem Klima nur durch aktive Systeme (sehr große Solaranlage, eventuell mit Saisonspeicher).

Die Kosten sind dabei allerdings hoch, sodass solche Häuser aus wirtschaftlichen Gründen nur selten realisiert werden. Nicht verwechselt sollte dieser Baustandard mit dem Passivhausstandard werden, bei dem immer noch bis zu 15kWh/m² Nutzenergie zur Beheizung notwendig sind.

Das Konzept
Die Konzepte für Null-Heizenergie-Häuser beruhen alle auf den gleichen Entwurfsprinzipien. Die Gebäude sind kompakt, besitzen einen extrem guten Wärmeschutz und die Fenster sind konsequent nach Süden ausgerichtet.

Der verbleibende geringe Heizwärme- und Warmwasserbedarf wird mit einer Solarkollektoranlage gedeckt, die einen zentral im Haus befindlichen saisonalen Wasserspeicher während der strahlungsreichen Jahreszeit lädt. Dadurch wird in der strahlungsarmen, kalten Jahreszeit der Heizenergiebedarf sichergestellt.

Weiterentwicklung mit erhöhtem Aufwand
Erfahrungsgemäß wird die fortgesetzte Energieeinsparung mit zunehmend verbesserten Standards immer aufwendiger. So ist es vergleichsweise einfach, ausgehend von einem gewöhnlichen Neubau mit rund 125 kWh/m2/a den Niedrigenergiestandard mit 70 kWh/m2/a zu erreichen. Die Einsparung der nächsten 55 kWh/m2/a zum Passivhaus fällt schon schwerer, ist aber gleichfalls noch mit traditionellen Mitteln möglich.

Die letzten 15 kWh/m2/a erfordern jedoch einiges an Aufwand, der derzeit wohl wirtschaftlich noch nicht zu vertreten ist: Weitere Investitionen lassen sich nämlich nicht mehr einsparen, weil schon beim Passivhaus der Verzicht auf das Heizsystem ohne weiteres möglich ist. Das gilt heute (2007) unverändert weiter, auch bei sehr viel höheren Energiepreisen.

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Autor:

Datum: 29.03.2010

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