Ökolabels - Gebäude nachhaltig zertifizieren
Nachhaltige Immobilien werden für Investoren immer wichtiger. Wir haben uns die in Österreich gängigsten relevanten Gebäudebewertungssysteme und ihre Schwerpunkte angesehen. Ein Überblick von breeam bis TQB.
Für nachhaltige Immobilien gibt es mehrere anerkannte Ökolabels und Zertifikate, die ökologische, soziale und ökonomische Aspekte bewerten und so Transparenz und Vergleichbarkeit schaffen. Das Problem dabei: Eindeutige Beurteilungskriterien fehlen, die verschiedenen, am Markt vertretenen Öko-Gebäudelabels messen alle nach unterschiedlichen Kriterien. Vergleichbar sind sie und in weiterer Folge die zertifizierten Gebäude dadurch nicht.
Im Folgenden eine Übersicht, über die in Österreich relevanten Gebäudebewertungssysteme und ihre Schwerpunkte: Energieeffizienz, erneuerbare Energieträger, Lebenszykluskosten, Energiemonitoring und Gebäudebetrieb:
Klima_aktiv_Logo.jpg © klima aktiv
klima:aktiv
klima:aktiv entstand aus der Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums und ist nur in Österreich gültig. Seit 2012 gibt es eine aktualisierte Version der Kriterienkataloge Wohngebäude Neubau und Wohngebäude Sanierung. Die wichtigsten Änderungen.
Schwerpunkte: Energieeffizienz, erneuerbare Energieträger, Vermeidung motorisierter Individualverkehr, Verwendung ökologischer Produkte, Komfortkriterien, Anbindung und Infrastruktur, Energiemonitoring und Gebäudebetrieb, Lebenszykluskosten
LogoOeGNB.jpg © ögnb
ÖGNB/TQB
TQB (Total Quality Building) ist die Grundlage für die Gebäudezertifizierung durch die ÖGNB. Das Gebäudebewertungssystem ist mit dem klima:aktiv Gebäudestandard kompatibel. Beide Systeme werden in enger Abstimmung weiterentwickelt.
Schwerpunkte: Vermeidung motorisierter Individualverkehr, Energieeffizienz, erneuerbare Energieträger, Komfortkriterien, Sicherheit, Baustellenabwicklung, Lebenszykluskosten, Drittverwendungsfähigkeit, Verwendung ökologischer Produkte, Wassereffizienz, Anbindung und Infrastruktur, Integrale Planung, FM freundlich, Energiemonitoring und Gebäudebetrieb
ÖGNI.jpg © Ögni
ÖGNI (DGNB- Partner)
ÖGNI ist das österreichische Pendant zur deutschen Dachmarke DGNB. Das Gütesiegel basiert auf der Idee einer integralen Planung. Hierbei werden Ziele des nachhaltigen Bauens anfänglich definiert. Die Grundlage des Systems wurde am Bauwerkstyp "Neubau, Büro und Verwaltung" konzipiert. Weitere Systemvarianten für diverse Bauwerkstypen wurden und werden auf dieser Basis entwickelt.
Schwerpunkte: Integrale Planung, Vermeidung motorisierter Individualverkehr, Lebenszykluskosten, Drittverwendungsfähigkeit, Verwendung ökologischer Produkte, erneuerbare Energieträger, Komfortkriterien, Sicherheit, Architektur und Kunst, Baustellenabwicklung, FM freundlich, Wassereffizienz, Energieeffizienz, Energiemonitoring und Gebäudebetrieb
LEED-Certified.jpg © Leed
LEED
kommt aus den USA, wird aber auch weltweit vergeben. Das Niveau ist nicht so hoch wie in Europa, der Vorteil liegt jedoch im weltweit vergleichbaren Standard.
Schwerpunkte: Vermeidung motorisierter Individualverkehr, Verwendung ökologischer Produkte, Baustellenabwicklung, Wassereffizienz, erneuerbare Energieträger, Energiemonitoring und Gebäudebetrieb, Komfortkriterien, Sicherheit, Anbindung und Infrastruktur, Energieeffizienz
BREEAM logo 02.jpg © breeam
breeam
breeam wurde 1990 in Großbritannien als das erste Zertifikat seiner Art gegründet. Das Label bewertet jedes Land nach den jeweiligen Normen – deswegen sind internationale Vergleiche nicht möglich. Wichtig: Das Zertifikat läuft nach fünf Jahren aus.
Schwerpunkte: Vermeidung motorisierter Individualverkehr, Energieeffizienz, erneuerbare Energieträger, Baustellenabwicklung, Verwendung ökologischer Produkte, Wassereffizienz, Energiemonitoring und Gebäudebetrieb, Komfortkriterien, Sicherheit, Anbindung und Infrastruktur
Das könnte Sie auch interessieren
Weitere Ratgeber, die Ihnen gefallen könnten
Meistgeklickt auf wohnnet.at
Diese Beiträge werden von unseren Leserinnen und Lesern besonders häufig aufgerufen.