Offene Wasserhaltung

Unter Wasserhaltung wird jedes Verfahren gemeint, das dazu dient, Wasser aus der Baugrube abzuführen. Bei der offenen Wasserhaltung geschieht dies über Abpumpen.

Wenn das Grundstück ins Grundwasser reicht oder starke Niederschläge zu vermehrter Wasseransammlung geführt haben, muss gehandelt werden, denn Wasser hat in einer Baugrube nichts verloren - zumindest langfristig. Methoden zur Abführung gibt es unterschiedliche. Die offene Wasserführung stellen wir Ihnen hier näher vor.

Offene Wasserführung bedeutet, dass das Grund-, Oberflächen- und Regenwasser über Gräben offen, sprich sichtbar abgeführt wird. Das geschieht je nach Festigkeit des Bodens mit offenen Gräben, Sicker- oder Drängräben, in denen das Wasser gesammelt und dann aus den an der tiefsten Stelle der Baugrube angelegten Pumpensümpfen oder Dränage-Sammelbrunnen ständig oder zeitweise abgepumpt wird. Das geschieht mit Hilfe von einer oder mehreren elektrischen Schmutzwassertauchpumpen sowie mit Schläuchen oder Rohrleitungen.

Geeignet für dichte Böden

Die offene Wasserhaltung wird in Ton- und Lehmböden eingesetzt, da diese nicht zum Fließen neigen. Auch sehr sandige und kiesige Böden sind gut für diese Art der Wasserabführung, so das Absenkziel gering ist. Generell gilt: Im Gegensatz zur geschlossenen Wasserhaltung ist es hier nur schwer möglich, eine Grube komplett trocken zu kriegen.


AutorIn:

Datum: 11.09.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Grundstück

Das Baugrundrisiko tragen Sie als Bauherr. Es müssen die Boden- und Wasserverhältnisse bekannt sein, um die richtige Gründungs- und Abdichtungsart wählen zu können, um ungleichmäßige Setzungen zu vermeiden, weswegen Baugrunduntersuchungen notwendig sind.

Falls noch keine Straße zu Ihrem Grundstück führt, erkundigen Sie sich bei der Baubehörde ihrer Gemeinde über geplante Straßenbauvorhaben. Sie sind im Falle des Straßenbaues dazu verpflichtet, Teile Ihres Grundes an die Gemeinde abzutreten.

Ein alter Stein oder ähnliches muss nicht zwangsläufig die rechtliche Grundstücksgrenze markieren. Die exakte Grenzvermessung und die Festlegung der Grundstücksgrenze ist Aufgabe des staatlich befugten und beeideten Ingenieurkonsulent für Vermessungswesen.

Jedes Grundstück, auf dem der Bau eines Gebäudes geplant ist, muss aufgeschlossen sein oder werden. Das bedeutet, es müssen zumindest Zufahrt und folgende Anschlüsse vorhanden sein oder hergestellt werden:, Trinkwasser, Abwasser, Strom, etc.

Aus Bodengutachten ermittelt man Gründungsempfehlungen, diese Unterlagen werdeb den Planer zur Verfügung gestellt, daraus wird die statische Berechnung erstellt. Diesen Daten sind für die Gründung und Fundamentsgrundlage wichtig.

Die Hausmüllentsorgung wird oft von den Gemeinden selbst organisiert, in manchen Gemeinden erfolgt sie durch Privatfirmen. Die Kosten richten sich nach der Größe der Müllgefäße und deren Entleerungs-Rhythmus.

Vorab muss in einer Besprechung zwischen Bauherr, dem beauftragten Elektriker und den lokalen Telefon-/Kabelnetzbetreibern der Leistungsablauf (Zuleitung zur Grundgrenze, Lage des äußeren Anschlusskastens etc.) festgelegt werden.

Ob auf dem Grundstück ein Stromanschluss vorhanden ist erkennen Sie am Vorhandensein eines Stromanschluss-Kastens und ev. Stromzählers. Setzen Sie sich mit dem Stromlieferanten in Verbindung um den Anschluss auf Ihren Namen anzumelden.

Da die Entscheidung über die Beheizungsart sehr früh erfolgt, sind gegebenenfalls bereits Kontakte mit dem Fernwärmeunternehmen erfolgt. Es liegen dem Planer bereits Informationen über die Anschlussdurchführung, Rohrdimension, usw. vor.