Stahlbetondecken sind oft Fertigteildecken

Die Stahlbetondecke ist die am häufigsten ausgeführte Decke im Hochbaubereich. Sie erfordert hohen Schalungsaufwand, relativ viel Zeit und höheren Personaleinsatz als vergleichbare Fertigteildecken.

Die auftretende Druckbelastung einer Stahlbetondecke, zumeist an der Deckenoberseite, wird vom Beton aufgenommen, die Zugbelastung von den eingelegten Stahlstäben bzw. Baustahlmatten an der Unterseite.

Ein Problem bei Ortbetondecken stellen die langen Schalungsfristen dar, (ca. 3 Wochen) und die hohe Baufeuchtigkeit. Wichtig ist, nach dem Einschalen Distanzhalter einzulegen, damit der Baustahl die nötige Betonüberdeckung von 2-3 cm erhält.

Fertigteildecken

Ohne großen Aufwand werden Decken aus Fertigteilen gebaut. Von den Firmen werden hier verschiedene Konstruktionen angeboten. Man kann z.B. Fertigbalken (Betonbalken, Gitterträger) im Abstand bis zu 1,25m von Auflager zu Auflager verlegen und eventuell mit Jochen unterstützen.

Dazwischen werden Zwischenbauteile, Füllkörper aus Leichtbeton oder Ziegel eingehängt. Sie sind statisch unwirksam, d.h. sie tragen in Längsrichtung nicht mit. Nun wird mit Beton ausgegossen, meist sogar ein Überbeton aufgebracht. Als maximale Spannweite wären 9 m anzusehen, bei einem Achsabstand der Träger von 52cm.

Weitere Beispiele sind Balkendecken ohne Zwischenbauteile und Plattendecken, die als Voll- oder Hohlplatten aus Normal-, Leicht-, oder Gasbeton hergestellt werden. Diese sind nach der Verlegung per Kran meist nur mehr zu verfugen. Interessant wäre in diesem Zusammenhang, dass die Deckenherstellung in diesem Fall unterstellungsfrei erfolgen kann.


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Datum: 20.09.2010

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